WIEN/// GRAZ/// LINZ/// SALZBURG/// BERLIN

Petra Siegele

Informationen und Tipps für Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten

petrasiegele diefruehstueckerinnen1 Petra SiegeleEssen mit Unverträglichkeiten ist nicht immer einfach. Als Betroffene hat man sich zwar nach einer – meist mit recht vielen Rückschlägen verbundenen – Zeit der Umstellung irgendwann an die Einschränkungen gewöhnt – zumindest, solange man für seinen Einkauf und die Zubereitung der Speisen selbst verantwortlich ist. Essen gehen ist und bleibt allerdings schwieriger, sofern man nicht bei Freunden, die schon Alternativen mitdenken, eingeladen ist. Restaurants und Lokale mit einer entsprechenden Auswahl zu finden oder wo es möglich ist, die Angebote entsprechend abzuändern, kann vor allem für jene, die an multiplen Allergien/Intoleranzen leiden, zu einem ziemlich frustrierenden Erlebnis werden.

Da ich selbst an Histamin- und Fructoseintoleranz sowie Milchfett-Unverträglichkeit leide und auch Soja nicht vertrage, habe ich mit zunehmender Steigung der Anzahl der Unverträglichkeiten auswärts Essen gehen so gut es ging vermieden. Auf Dauer ist dies als im Grunde sehr geselliger Mensch jedoch keine Alternative. Also bin ich schlussendlich das Wagnis eingegangen. Und: Es gibt Alternativen. Einige Gaststätten sind es durchaus Wert, vor den Vorhang geholt zu werden. Sei es, weil das Angebot entsprechende Alternativen vorsieht, oder auch nur, weil das Personal flexibel reagiert und trotz etwaiger Sonderwünsche den Besuch zu einem entspannten und – auch kulinarischen – Vergnügen gestaltet.

Frühstücken ist nicht nur eine Leidenschaft von mir. Frühstücken/Brunchen ist für mich als Allergikerin auch eine der unkompliziertesten Mahlzeiten des Tages. Am Brunchbuffet findet man fast immer Alternativen und meist auch unbehandelte Produkte, von Gemüse über Eier, frische Früchte und Naturjogurt. Ein großer Vorteil für Personen mit Histaminintoleranz, wo jegliche bakteriell fermentierte (von geräucherten über gepöckelte bis hin zu eingelegten oder gereiften) Nahrungsmittel zu Problemen führen. Bei Frühstückskombinationen ist es darüber hinaus einfacher, einzelne Bestandteile zu tauschen – oder mit dem Gegenüber zu teilen icon smile Petra Siegele

Zu meinen Kriterien
Im Besonderen achte ich auf folgende Unverträglichkeiten und Intoleranzen: Fructose, Laktose (Butter in kleinen Mengen wird von mir vertragen) und Histamin. Sollten auch glutenfreie Produkte vorhanden sein, weise ich darauf hin. Obwohl keiner dieser Bereiche als klassische Nahrungsmittelallergie zu bezeichnen ist, habe ich mich entschieden, trotzdem den Begriff „Allergie“ in meinen Hinweisen mit zu verwenden. Einerseits findet gerade in der Umgangssprache kaum eine klare Unterscheidung statt. Andererseits ist mein Motiv rein stilistischer Natur: Der Begriff Allergie klingt nicht ganz so sperrig wie Unverträglichkeit oder Nahrungsmittelintoleranz.

Ich freu mich, dass ich hier bei den Frühstückerinnen meine Erfahrungen und Tipps weitergeben kann. Für Lokaltipps Eurerseits bin ich dankbar. Natürlich sind alle Informationen ohne Anspruch auf Vollständigkeit aber mit einer Garantie auf ständige Erweiterung.

Petra Siegele

P.S.: Der Vollständigkeit halber: Die meisten Allergiker werden ein Lied davon singen können: Nahrungsmittelallergien treten meistens nicht allein auf. Auch meine Liste wäre noch mit Katzenhaar, Nickel und einer noch nicht ausgetesteten Pollenart zu ergänzen. Dazu kommt Thiomersal, ein Zusatzstoff, der sich in Wasch- und Reinigungsmitteln findet, aber auch in jeglichen Duftkerzen und Räucherstäbchen. In diesem Sinne kann Tiomersal für mich einen Lokalbesuch ebenfalls ziemlich beeinträchtigen.

9 Kommentare zu „Petra Siegele“

  • Maria:

    Hallo Jürgen, leide auch an Glutenunverträglichkeit (und Fructose und Laktose und Hühnereigelb und Histamin). Weiss daher wie es einem geht. Glutenfreies Brot findet man wirklich seltenst in Hotels und Lokalen. Habe mir daher angewöhnt in einem Sackerl die im folgenden Link zum Selbstbacken (einfach und kurz) beschriebenen kleinen Buchweizenweckerl mitzuführen. Damit bin ich auf der sicheren Seite, denn bei Gluten muss man besonders vorsichtig sein (du hast ja selbst von dem “gemischten” Körberl gesprochen) Alles gute und viel spass beim Backen und Essen! http://www.apothecum.at/plus.html

  • Huhu petra!

    Erstmal danke fuer deinen Blog, erstens tut es immer wieder gut zu lesen das es auch anderen so geht und man nicht alleine ist, was nicht heißt das man es anderen wuenscht im.Gegenteil. ich Vertrag so ziemlich gar nix mehr und mein allergietest füllt ein kleines buecherl, es ist extrem mühsam wirklich gute Nahrung zu finden wenn man sich wirklich einhalten versucht. Aber es geht. Mittlerweile seh ich es so das es wenn man sich einhaltet auch darauf auswirkt das man eigentlich gesund isst. Das ist glaub ich auch der strohhalm an den man sich klammert :-) ich. Da fruehstuecken fuer mich eines der wichtigsten lebensqualitaets Merkmale ist und meiner Leidenschaft des Essens eine Fassette hinzufuegt, möchte ich mal einen tipp fuer Graz abgeben und vielleicht passts ja mal in Wien auf eine Einführung in die Szene der fruehstuecker. Das Hotel Daniel am Bahnhof ist sehr zuvorkommend, erstens buffet, das heisst man findet einiges, zweitens wenn man fragt backen die gerne sofort gluten bzw weizenfreies Brot auf :) lactose freie Milch is.auch da und die Auswahl an tees is auch gut. Der lachs am buffet ist die alternative zum Schinken wo man ja nie weiß ob noch was dabei ist. Ansonsten hab ich noch kein lokal gefunden das sich hier speziell eindeckt, fuer tips also gerne offen…
    Cheers joe

    • Barbara:

      Hallo Joe, danke für deinen Tipp! Das Hotel Daniel kommt auf unsere Liste für Graz.

      LG, Barbara

    • Petra Siegele:

      Hallo Joe,
      vielen Dank für Deinen Kommentar und den Tipp mit dem Daniels. Ab und an bin ich ja doch in Graz – nun weiß ich auch, wo ich das nächste Mal frühstücken gehe:) Und da bei uns im Blog ja auch eine rege Diskussion über die Unterschiede des Angebotes im Daniel in Wien und Graz geführt wurde, werde ich wohl auch mal dem Wiener einen Besuch abstatten …
      In Wien gibt es Gott sei Dank immer mehr Lichtblicke in der Frühstücker/innenszene – auch für alle, die mehr oder weniger in der Auswahl eingeschränkt sind. Aber in Graz gibt es doch diese Hofbäckerei, wo man ja auch online eine große Auswahl an glutenfreiem Brot und Keksen (die sind auch wirklich genießbar:)) bestellen kann.
      Alles Liebe und Gute petra

  • Carina:

    Hi!
    Bin gerade über deinen Blog gestolpert und finde es toll, dass du dich mit NMU-spezifischen Lokalen auseinandersetzt. Habe Fruktoseintoleranz (seit ein paar Wochen attestiert) und leide ein bisschen, weil ich v.a. noch kein Brot gefunden habe, dass ich vertrage. Früchte vermeide ich im Moment komplett u. bei Gemüse bin ich auch eher vorsichtigt. Wenn du eine Bäckerei/Lokal mit fruktosefreiem/armen Brot empfehlen kannst, wäre ich sehr dankbar.
    LG
    Carina

    • Petra Siegele:

      Liebe Carina,
      vielen Dank für Deinen Kommentar. Zuerst mal: Kopf hoch, der Umgang mit der Intoleranz wird bald einfacher werden. Ich war anfangs nach jeder Diagnose geschockt, habe überhaupt nicht mehr gewusst, wie ich mich ernähren sollte. Aber bald wirst Du Dich darauf eingestellt haben. Bei mir ist nach einer anfänglichen strengen Phase, in der ich alles so gut es ging, vermied, auch meist Besserung eingetreten. Jetzt sind zumindest kleine Mengen an Fruktose wieder möglich, auch Brot könnte dann bei Dir wieder gehen. Einfach nach einer mindestens 3monatigen strengen Phase mal ein kleines Stückchen probieren.
      Ich habe leider keinen Tipp für Dich, außer: Du wirst Dir anfangs um absolut sicher zu gehen, wahrscheinlich das Brot selber backen müssen. Einige Bäckereien verwenden Honig oder Sirup anstelle von Zucker, aber das wird Dir wenig helfen. Im Supermarkt findest Du aber Knäckebrot (auch Salzgebäck) ohne Zucker.
      Du wirst sehen, der Umgang mit der Intoleranz wird viel einfacher. Wünsche Dir alles Gute und falls Du doch eine Bäckerei findest, bin ich Dir dankbar für den Hinweis.
      petra

  • Mika:

    Ich finde es toll, dass man solche Blogs macht. Ich selbst habe eine Gluten-, Hühnerei-, und Kuhmilchallergie (bzw. Unverträglichkeit).

    Frühstücken tu ich natürlich trotzdem auch gern (vor allem das Hühnerei schränkt mich dabei leider sehr ein).
    Ich kann schon einen Tipp abgeben:

    das Orlando di Castello an der Freyung bietet glutenfreies Brot und Kaffee mit Sojamilch an (der meiner Meinung nach wirklick gut schmeckt)
    ist aber auch nicht unbedingt das billigste und die Portionen sind eher klein (aber man muss sich ja nicht immer auf biegen und brechen vollstopfen oder?)

    die Müsli Bar in der Gumpendorferstraße ist auch super. Da kann man sich sein Müsli selbst zusammenstellen (glutenfreies ist gekennzeichnet und es gibt eine große Auswahl and Nüssen, Trockenfrüchten und auch einen Fruchtsalat) als Option kann man hier auch Sojamilch übers Müsli kippen. Und dementsprechend auch alle Kaffee. bzw. Kakaogetränke mit Sojamilch bekommen.

    Und dann hab ich noch von Caffe Latte gehört, die bieten angeblich auch Glutenfreies Gebäck und Müsli an. Allerdings muss ich das selbst erst in Erfahrung bringen und ich weiß nicht wie gut die Sachen dort sind.
    Sojamilch haben sie wahrscheinlich auch.

    Was ich sehr schade finde ist, dass ich bis jetzt kein Lokal finden konnte, welches Ziegenmilch oder Schafsjoghurt als Alternative anbietet…das dürfte ich nämlich essen und ist ohnehin schon sehr beliebt bei vielen Leuten.

    Ganz liebe Grüße,

    und immer weiter suchen! Das Klientel in dem Bereich steigt ja stetig, und das sollte den Lokalen auch nicht verborgen bleiben. =)

  • Petra Siegele:

    Lieber Jürgen, Gluten ist wirklich ziemlich am schwierigsten zu vermeiden. Wenn wie bei Dir – das Lokal zwar bemüht ist – aber dann durch so einen Fehler der Ansatz unter geht, ist es natürlich doppelt schade.

    Ich habe bis jetzt selbst in Wien noch kein Lokal gefunden, wo es ohne vorherige Abklärung wirklich möglich wäre, trotz Gluten uneingeschränkt zu frühstücken, außer in den spezialisierten Bäckereien, wie z. B. beim Gradwohl (ohne jetzt Werbung machen zu wollen, aber dort erlebe ich auch das Personal immer als sehr kompetent).

    Ein erster Tipp zum Brunchen: Kennst Du das Feldberg (mein Bericht dazu folgt erst im Oktober, da ich noch einen zweiten Besuch machen möchte)? Hier sind die Speisen super gekennzeichnet (vegan, Tiereiweiß und Laktose). Ganz aus dem Vollen wirst Du auch dort nicht schöpfen können, aber es wird trotzdem recht viel übrig bleiben!
    Und falls Du Haferflocken verträgst – hier gehen die Meinungen ja auseinander – gibt es die dort auch.

  • Hört sich gut an, bei mir ist es Milcheiweiß und Gluten, also auch sehr sehr schwierig, weil das eigentlich überall drinnen ist.

    Mein letztes Erlebnis war, dass glutenfreies Gebäck angeboten wurde, die Freude war groß, allerdings war es dann leider im gleichen Körberl wie das normale Gebäck. So kann es gehen…

    Bin gespannt auf die Lokaltipps!!

Kommentieren

Spam Protection by WP-SpamFree

Frühstückskarte Wien

SPECIALS