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location Wien, 7. Bezirk

Ulrich

Es ist kaum zu glauben, aber unser letzter Besuch im beliebten Frühstückspot am schönen St. Ulrichs Platz war 2014. In den letzten Jahren hat das Ulrich Verstärkung in Form des „kleinen Bruders“ Erich bekommen, der nur wenige Schritte entfernt zu finden ist. Beide Lokale werden von Gerald Bayer geführt, dem ehemaligen Geschäftsführer der Halle im MQ. Die charmante Location in Neubau spricht auf jeden Fall für das Ulrich: die barocke Kirche, das Kopfsteinpflaster und die alten Gebäude erzeugen ein entspanntes Flair, das Lust auf ein ausgedehntes Frühstück macht. Bei unserem ersten Besuch waren wir durchwegs überzeugt vom Frühstücksangebot, daher waren wir sehr neugierig, was sich hier inzwischen so getan hat.

Frühstückszeiten & Angebot

Die umfangreiche Frühstückskarte wird im Ulrich Montag bis Freitag von 07.30 bis 12.00 Uhr und Samstag, Sonntag und Feiertag sogar von 09.00 bis 15.00 Uhr serviert. Zur Auswahl stehen unter anderem verschiedene Frühstücksteller wie „Tabula Rasa“ um € 13,50 mit Beinschinken von Thum, Bacon, Räucherlachs, Käse, weichem Bio-Freiland-Ei, Krengervais, Schnittlauchbutter, Joghurt mit Granola & Früchten, hausgemachter Marmelade, Bio-Semmel sowie La Marianne und Waldstaudenroggenbrot mit Sommerapfel von Joseph. Das „Vegan Wake Up“ besteht aus einem Sweet-Potato-Corn Fritter, Avocadomash, Pink Hummus Brot, Gemüsesticks, Porridge, Acai Bowl, Mini Green Machine, Marmelade und veganem Quinoa Croissant und kommt auf € 11,00.

Wer keine große Frühstückskombi möchte, kann beispielsweise auch „Shakshuka“ mit zwei Eiern, Feta und Sauerteigbrot (€ 9,00) oder den süßen „Kickstarter“ mit Ruby Schokocroissant, Cappuccino und Apfel-Ingwer Shot (€ 6,50) ordern. Abgesehen davon gibt es „Smashed Avocoado“, Avocadomash auf Sauerteigbrot mit rotem Hummus, Cashewnüssen, Dukkah und Chili (€ 7,00) – auch mit Add-Ons wie zwei pochierten Eiern oder Bacon ( je + € 3,00) oder Feta (+ € 2,00). In der Kategorie „Früchte & Körner“ stehen unter anderem noch Porridge mit frischen Früchten, Granola, Kokosflocken und Sojamilch (ab € 4,00) oder Pancakes mit Früchten und Ahornsirup (€ 7,00) zur Wahl und auch auf Klassiker wie Ham & Eggs (ab € 6,50) oder Schnittlauchbrot (€ 4,-) muss man nicht verzichten.

Neben der klassischen Kaffeeauswahl (bio, fairtrade) von der Rösterei Alt Wien (auch koffeinfrei und mit Soja- oder Hafermilch um + € 0,40 erhältlich) darf es natürlich auch an verschiedenen Teevariationen (von Tête á Tee) nicht fehlen. Verschiedene „Detox Smoothies“ und frische Säfte (zB. „Red Rooster“ mit roter Rübe, Karotte, Orange, Trauben und Radieschen), „Boozy Breakfast Drinks“ (zB. „Mimosa“ mit House Bubbles, frischem Orangensaft und Himbeeren) und hausgemachte Limonaden & Sodas (zB. „Pink Grapefruit“ mit Thymian, Ingwer-Zitrone) runden das stimmige Getränkeangebot ab.

Unsere Frühstückswahl

Wir freuten uns auf einen ausgiebigen Brunch und haben uns für das „Tabula Rasa“, das „Vegan Wake Up“ sowie ein „Smashed Avocado“ Brot mit zwei pochierten Eiern entschieden. Dazu gab’s für uns ganz klassisch Cappuccino. Der war perfekt zubereitet und mild im Aroma – we like. Im Ulrich weiß man: das Auge isst mit! Jede Platte war sehr ansprechend angerichtet und mit kleinen Details versehen, auch die vorgewärmten Teller fielen uns positiv auf. Beim „Vegan Wake Up“ war der knusprige Süßkartoffel-Puffer besonders lecker. Die Acai-Bowl hingegen schmeckte eher wie ein Bananensmoothie und war zu flüssig und warm. Das Avocadobrot mit rotem Hummus war gut, hätte aber um den Preis ein wenig ausgiebiger sein dürfen – die Scheibe Sauerteigbrot war recht dünn. Beim Frühstücksteller „Tabula Rasa“ ist von allem etwas dabei, das weiche Ei war genau richtig gekocht und das kleine Granola-Gläschen ein runder Abschluss. Die Pancakes wollten wir dann auch noch probieren und wurden nicht enttäuscht, sie waren schön flaumig und frisch zubereitet.

Im Ulrich schmeckt man eindeutig die hohe Qualität der Lebensmittel (Bio-Eier, Brot vom Joseph, Käse von Poehl, Beinschinken von Thum, regionales Gemüse & Obst, hausgemachte Marmeladen) und bis auf ein paar kleine Details haben uns die Frühstücksgerichte auch durchwegs überzeugt. Auch die vielen vegetarischen bzw. veganen Optionen sind super. Die Preise haben über die letzten Jahre deutlich angezogen – in Anbetracht der Qualität der Zutaten fanden wir sie aber noch in Ordnung.

Service & Ambiente

Auch das Service ist wirklich sehr bemüht und trotz der guten Auslastung mussten wir nicht lange auf unser Frühstück warten. Der schöne Gastgarten im Herzen vom 7. Bezirk ist sicherlich auch ein Highlight, den sollte man bei Schönwetter auf alle Fälle nutzen. Aber auch der Innenraum vom Lokal ist nett, wenn auch in manchen Bereichen mit wenig Tageslicht. Achtung: am Wochenende und an Feiertagen werden die Frühstückstische nur zu fixen Zeiten (09.00 / 11.00 / 13.00 Uhr), für jeweils zwei Stunden vergeben.

Fazit

Ein Geheimtipp ist das Ulrich sicher nicht mehr, das hippe Frühstücksangebot zieht aber Frühstückshungrige immer noch in Scharen an. ;-) Kein Wunder bei der netten Lage, der guten Qualität und der vielseitigen Karte.

Quick Facts

coffee

Dauer, bis der 1. Cappuccino serviert wurde: 5 Minuten 13 Sekunden

info

Zeitungen, Schanigarten, Kindersitze

allergie

Heißgetränke auch koffeinfrei und mit Hafer- oder Sojamilch bzw. laktosefreier Milch erhältlich.

Bewertung

Preis/Leistung: vollvollvollvollvollleer
Service: vollvollvollvollvollvoll
Qualität: vollvollvollvollvollvoll
Auswahl: vollvollvollvollvollvoll
Ambiente: vollvollvollvollleerleer

Infos

Bargeldlos zahlen: Bankomat und Kreditkarten
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 07.30 bis 01.00 Uhr; Samstag, Sonntag & Feiertage von 09.00 bis 01.00 Uhr
Erreichbarkeit: U3 Volkstheater (und dann zu Fuß die Burggasse hinauf), Bus 48A (St. Ulrichsplatz), Straßenbahn 49 (Siebensterngasse)

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Alle Informationen wie Preise, Öffnungszeiten etc. sind ohne Gewähr. Änderungen durch die Lokale vorbehalten.

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