ZU DEN FACTS & BEWERTUNG triangle

location Wien, 1. Bezirk

Café Museum

Das Café Museum war von jeher ein beliebter Treffpunkt für „Genies“ wie Gustav Klimt, Egon Schiele und Otto Wagner – und ist daher sicher auch eine passende Location für die Frühstückerinnen ;-). Wo sich früher bekannte Maler, Schriftsteller, Komponisten und Architekten die Klinke in die Hand gegeben haben, lässt es sich nach Neuübernahme und gelungenem Umbau 2010 jetzt auch wieder gemütlich frühstücken. Bequeme Sofas, eine gut gefüllte Kuchenvitrine und eine große Auswahl an aktuellen Tageszeitungen – hier findet man alles, was man sich von einem traditionellen Wiener Kaffeehaus erwartet.

Frühstück wird täglich von 08.00 bis 11.30 Uhr serviert. Die Auswahl ist nicht besonders groß und eher klassisch, aber ausreichend. Die günstigste Variante, das „Wiener Frühstück“ mit Kaffee, Tee oder heißer Schokolade, Butter, Stauds Marmelade oder Honig und weichem Bio-Ei, gibt es um € 8,50, das „Haus Frühstück“ mit Kaffee, Tee oder heisser Schokolade, 2 Bio-Eiern im Glas, 1 Buttersemmel und 1/8 l frischer Orangensaft um € 13,50, das „Naschmarkt Frühstück“ mit Kaffee, Tee oder heisser Schokolade, Butter, Staud’s Marmelade oder Honig, frischem Obst vom Markt, Joghurt auf Wunsch mit Müsli, Schinken- und Käsevariation, 1/8 l frischer Orangensaft und eine kleine Nascherei um € 15,50, das „Kipferl Frühstück“ mit Kaffee, Tee oder heisser Schokolade, Landtmann Briochekipferl, Butter, Staud’s Marmelade oder Honig, 1/8 l frischer Orangensaft um € 13,- und das „Erweiterte Wiener Frühstück“ mit Kaffee, Tee oder heisser Schokolade, Butter, Staud’s Marmelade oder Honig, Schinken- und Käsevariation, weichem Bio-Ei und 1/8 l frischer Orangensaft um € 14,50. Zusätzlich kann man das gewählte Frühstück auch noch um Räucherlachs mit Oberskren (€ 7,-) oder einer der beeindruckenden Mehlspeisen aus der großen Vitrine ergänzen. Gut zu wissen: das konsumierte Gebäck wird extra verrechnet.

Natürlich kommt auch der Kaffee (Meinl) nicht zu kurz – hier bleibt kein (Koffein-)Wunsch offen: Angefangen von den Klassikern wie Mokka und Melange, über Caffe Latte und Cappuccino, bis hin zu den Spezialitäten wie Salon Einspänner, Fiaker und Überstürzter Neumann. Zusätzlich stehen auch noch heiße Schokoladen und Tees von Demmer auf der Karte.

Wir haben uns das Naschmarkt Frühstück und das erweiterte Wiener Frühstück schmecken lassen. Die Qualität der einzelnen Bestandteile war sehr gut, auch der entsprechende Stempel am weichen Bio-Ei war noch sichtbar. Nur dass sich das „frische Obst vom Markt“ als fast ausschließlich Melone entpuppt hat, war etwas enttäuschend – hier gäbe es auf jeden Fall saisonal passendere Alternativen.

Die Preise entsprechen dem Standort im 1. Bezirk, das Service glücklicherweise auch – der Ober war sehr freundlich und aufmerksam, in Wiener Kaffeehäusern ist das ja nicht immer eine Selbverständlichkeit ;-). Die roten Sofas sind auch wirklich bequem und man könnte hier gut und gerne ein paar Stunden verbringen und einfach das Publikum – eine gute Mischung aus Touristen und Wienern – beobachten.

Fazit

Ein Klassiker der Wiener Kaffeehausszene – mit kleinem Frühstücksangebot in guter Qualität, aber auch mit gehobenen Preisen.

Quick Facts

coffee

Dauer, bis die 1. Melange serviert wurde: 2 Min. 48 Sekunden

info

Freewave, Zeitungen & Zeitschriften, Schanigarten im Sommer

allergie

Laktose: Kaffee ist mit Sojamilch und laktosefreier Milch erhältlich.
Gluten: Glutenfreies Gebäck wird frisch aufgebacken (kurze Wartezeit). Es wird auch ein glutenfreier Rehrücken angeboten, der allerdings Nüsse und Laktose enthält.

 

Bewertung

Preis/Leistung: vollvollvollvollleerleer
Service: vollvollvollvollvollvoll
Qualität: vollvollvollvollvollleer
Auswahl: vollvollvollvollleerleer
Ambiente: vollvollvollvollvollleer

Infos

Bargeldlos zahlen: Bankomat- und Kreditkarten
Öffnungszeiten: Täglich von 8.00 bis 24.00 Uhr
Erreichbarkeit: U1, U2, U4 Karlsplatz

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Alle Informationen wie Preise, Öffnungszeiten etc. sind ohne Gewähr. Änderungen durch die Lokale vorbehalten.

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7 Kommentare zu "Café Museum"

Herbert sagt:

Leider sind die Preise im Cafe Museum in letzter Zeit so angestiegen, dass es eigentlich großteils Touristen besuchen. Die Melange kostet 4,90 und ist mit 2 Schluck ausgetrunkten (die Tassen sind sowas von klein), d.h. für das Frühstück benötigt man mindestens 2 davon. Ich möchte auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass die Qualität nicht stimmt – die ist schon Top.
Auch für ein Achterl Zweigelt 6 Euro zu verlangen ist schon stark.
Daher gehe ich leider nicht mehr hin.

Sangrail sagt:

Ich finde es einfach Schade, dass das Adolf-Loos-Interieur nicht beibehalten wurde. Die ganze Welt kommt nach Wien, um die wenigen übriggebliebenen Werke von Loos zu bewundern, jemand hat sich die Mühe gegeben, kurz nach 2000 das Café Museum nach dem ursprünglichen Projekt von Loos einzurichten (NB: die „Genie-Phase“ des Museum gehört eben in die Zeiten, als das Café noch die grün-weisse Einrichtung von Loos hatte) und nach ein paar Jahren wird es wieder aufgegeben. Angeblich wurde der letzte Umbau sehr authentisch durchgeführt, mit Originalstücken aus den 1930er Jahren, aber immerhin. Jetzt ist Museum ein normales Wiener Plüschcafé, davor war es ein Unikat. Natürlich ist das Museum deswegen nicht „schlecht“, aber immerhin, ich finde es Schade.

Ja, und die Mehlspeisen. Die Auswahl ist dank der Angehörigkeit zur Landtmann-Kette eindeutig besser (reichhaltiger) als in den wirklichen Kaffeehäusern wie Sperl oder Eiles, aber ich finde die McDonaldisierung des Angebots (im Sinne von: man findet identische Sachen an vielen Standorten, abgesehen von der Qualität) eher weniger lockend. Wenn man vor der Vitrine steht und denkt: „Hm, genau diese Törtchen werden auch in Spar verkauft…,“ dann bekommt man eher Lust auf Sachen, die nur an einem Ort zu finden und daher einzigartig sind.

Sangrail sagt:

Um mich zu vergewissern, dass ich nicht zu streng urteile, habe ich neulich das Museum besucht und muss sagen: ich bin nach wie vor überzeugt, dass die Entfernung der Loos-Einrichtung ein Verlust ist, aber das heutige Museum ist an sich ganz sympathisch. Ich bewundere die beige-pfeffergraue Farbe der Wände und die kugelförmigen Leuchter. Der Wechsel von Kunstleder zu Plüsch gibt dem Interieur auch etwas warmes, freundliches. Und ich schätze, dass die Inhaber sich bemüht haben, die übriggebliebenen Originalstücke von Zotti zu verwenden (wenn auch die meisten Einrichtungsgegenstände im Zotti-Stil neu hergestellt werden mussten, zumal die alten Inhaber die nachgemachte Loos-Einrichtung weggebracht haben).

Ganz objektiv muss ich auch zugeben, dass man auf Plüschbänken VIELLEICHT bequemer sitzt als auf Thonetstühlen – das alte Adolf-Loos-Café hatte ja bekanntlich keine Sitznischen, nur Stühle. Vielleicht. Woher soll ich wissen, wie sich die alte Atmosphäre angefühlt hat? Und wir sind wieder dabei: Plüschcafés mit Nischen hat Wien zu genüge. Neulich wird das weinrote Café im Schottenstift in eine Diglas-Filiale umbenannt. Das Museum war eine historische Chance und diese Chance wurde nicht genutzt.

Es gefällt mir auch nicht, wie die Menukarten im Museum einerseits mit den „Genies“ prahlen, die dorthin zu gehen pflogen, aber andererseits nur die Zotti-Phase offen zugeben. Wenn man in der Menukarte schon die Geschichte einer berühmten Institution schildert, dann doch vollständig, oder?

Ernst sagt:

Das Interieur im Café Museum ist gelungen. Was aber nicht gelungen ist, wurde ja schon in dem Artikel angesprochen: Die im Außenbereich montierten Heizstrahler haben schon von Weitem eine fürchterliche Signalwirkung: Hier wird absolut unsensibel mit der Umwelt umgegangen. Hauptsache das Geschäft floriert…
Ernst

Café Museum sagt:

Liebe Nicole,
zuerst mal danke, dass Sie sich Zeit genommen haben, Ihre Bewertung abzugeben. Es tut uns sehr leid, dass Sie mit unserem Frühstück nicht zufrieden waren. Wenn’s einmal nicht passt, dann passt’s nicht – vom nicht bestreuten Milchschaum bis hin zur Speckdicke … Nicht zuletzt aus dem Feedback unserer Gäste wissen wir, dass wir’s besser können. Gerade unser Kaffee erntet viel Lob … Und die Mehlspeisen – ja, die kommen aus Landtmann’s feiner Patisserie und werden täglich frisch in all unsere Kaffeehäuser (u.a. Landtmann, Mozart, Hofburg, Museum) geliefert.
Wo Menschen arbeiten, passieren natürlich manchmal auch Fehler – nochmals sorry dafür. Wir möchten Sie aber gerne von unserer normalerweise hohen Qualität überzeugen und laden Sie mit Begleitung sehr herzlich auf ein Frühstück Ihrer Wahl ein! Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!
Ihr Team von Café Museum

Nicole sagt:

Einmal und nie wieder! Wir waren am 22.6.2012 im Café Museum und haben konsumiert, einen häferlkaffee, Bacon und egg, semmel, Butter und eine kleine Flasche Rauch orangensaft ( also nicht frisch gepresst) gesamtpreis € 15,30!! Ich hab kein Problem soviel für ein Frühstück zu bezahlen, aber nicht in dieser Qualität. Nein Danke zum Café Museum!!

Ich fange mal an mit den positiven an:

Lage okay
Service okay
Innenbereich sieht toll aus
Kaffee wurde rasch gebracht
Sofas sehr gemütlich

Und da sind wir schon beim negativen:

Häferlkaffee – viel Schaum ohne Kakaobestreuung und ganz ganz viel heiße Milch, nicht mal ein Hauch von Kaffee!

Bacon & egg – wartezeit gute 25 min., die Eier sind gekommen waren für meinen Geschmack etwas zu kurz in der pfanne, aber das ist Geschmacksache. Der Bacon war sehr dick geschnitten und überhaupt angebraten und nicht knusprig, als die Eier gekommen hatten sie so Falten, die sind wohl schon eine Zeitlang unter der wärmelampe gestanden sein, dass sie so eine haut bekommen haben, das ganze war fettig, nur leider nicht vom Speck – wohl zuviel Öl verwendet!!

Handgemachte Semmel: war wohl von gestern und gar nicht mehr die frischerste!

Wir gehen gerne und lang frühstücken und es darf auch was kosten, aber im Café Museum sind er nach dem essen aufgestanden und gegangen – gegangen direkt zum starbucks, endlich einen richtigen Kaffee trinken!

Die Mehlspeise – Vitrine war gut gefühlt, nur das lässt sich das Café Museum wohl vom Café Landtmann liefern!

Ich kann es nicht empfehlen als Frühstückslokal!!!

Dani sagt:

Liebe Nicole,
danke für dein Feedback – wir freuen uns immer über unterschiedliche Meinungen. Nur eine Sache als Anmerkung: Landtmann und Café Museum gehören derselben Familie – daher auch die Ähnlichkeit bei dem Mehlspeisen :-)

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