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location Wien, 7. Bezirk

Seven North

Wer seine Reisepläne aktuell auf Eis gelegt hat, muss kein Trübsal blasen, denn ein Stückchen Tel Aviv findet sich auch in Wien-Schottenfeld – im vom israelischen Starkoch Eyal Shani entwickelten Seven North. In Wien hat sich Shani bereits einen Namen mit dem „Miznon“ (gleich hinter dem Stephansdom) gemacht und es mit seinem Signature Dish – einem Karfiol aus dem Ofen, der im Ganzen serviert wird – geschafft, dem Gemüse einen neuen, modernen Anstrich zu verleihen. Heute dreht sich aber alles um das Seven North, das im Max Brown Hotel zu finden ist. Das Lokal hat sich im letzten Jahr bereits zu einem brummenden Foodie-Spot entwickelt, die mediterrane Küche findet reichlich Anklang. Was viele vielleicht nicht wissen: seit einiger Zeit hat das Seven North sein Angebot erweitert und lädt an Wochenenden auch zu einem späten Brunch.

Frühstückszeiten & Angebot

Samstag und Sonntag kann im Seven North zwischen 11.30 und 16.30 Uhr (Küche bis 15.00 Uhr) gebruncht werden. Das Menü kann nach Verfügbarkeit der Produkte auch kurzfristig geändert werden. Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass die Eier aus Freilandhaltung stammen und „sogar noch besser als bio seien“, sie stammen von einem kleinen Produzenten. Und ebenfalls gut zu wissen: alles wird frisch in der offenen Küche zubereitet.

Die Brunchkarte ist ausschließlich in Englisch und lässt Raum für Interpretation, denn besonders beschreibend sind die Bezeichnungen nicht. ;-) Darunter Sandwiches wie „Roasted chicken salad sandwich on challah” (€ 15,00) oder „Corned beef sandwich on sourdough” (€ 19,00). Ebenfalls mit Brot, aber vegetarisch ist der „Bread Salad: a free variation on golden chunks of sourdough bread and raw vegetables” um € 13,00. Natürlich nicht fehlen darf der „Roasted baby cauliflower” (€ 13,00) und andere warme Gerichte wie „Shakshuka“, serviert auch in einer grünen Variante mit Spinat und Käse (€ 14,00), „Ratatouille with tahini chopped egg & challah bread“ (€ 13,00) oder „Sweet potatos brain & crème fraiche” (€ 9,00).

Richtig deftig wird es mit „Steak & eggs on challah“ (€  14,00) oder „A very long lamb Kebab, fat dripping, resits in a focaccia with herbs & field vegetables (€ 21,00).

„French toast no meat steak” und „Malabi” (eine Art Pudding, serviert mit Früchten) und Schokoladenmousse (ab € 8,00) komplettieren den Brunch.

Die Getränkekarte ist vergleichsweise klassisch gehalten: Neben zwei Brunch Cocktails (Espresso Martini und Bloody Mary), gibt‘s Kaffee von Marco Salvatori sowie frischen Ingwer- oder Minz-Tee.

Unsere Frühstückswahl

Im Optimalfall wird man zum Brunch im Seven North von motivierten FreundInnen begleitet und kann sich ein wenig durchkosten, so wie wir es gemacht haben. Wir haben das grüne Shakshuka, den Baby Cauliflower, Ratatouille und das Chicken Salad Sandwich bestellt und alles geteilt, was sich als super Idee herausgestellt hat. Dazu Cappuccino, der nicht nur sehr rasch auf unserem Tisch war, sondern auch mit seinem starken Aroma überzeugt hat.

Als uns dann die dampfenden Gerichte vor die Nase gestellt wurden, waren wir nicht nur von den verschiedenen Geschmackskompositionen, sondern auch von der Optik beeindruckt. Ein besonderes Highlight war das Ratatouille – die cremige Sauce und die verschiedenen Gemüsesorten ergaben, kombiniert mit Sesampaste und Ei, ein tolles Gericht. Auch den Karfiol muss man unbedingt einmal probiert haben, er ist butterweich und sehr aromatisch. Das Sandwich war vollgepackt mit viel cremigem Hühnersalat, Dille und Essiggurken und recht intensiv im Geschmack – der leicht süßliche Striezel dazu war ein super Kontrast. Nur vom Shakshuka waren wir nicht ganz überzeugt. Wir hätten uns nicht nur Blattspinat gewünscht, sondern vielleicht einen Mix an grünem Gemüse, um es ein wenig abwechslungsreicher zu gestalten.

Der krönende Abschluss war dann der French Toast – leicht groß genug, um ihn als Nachspeise zu dritt zu teilen. Die Konsistenz war unglaublich flaumig und all unsere Sinne wurden davon angesprochen. Auch hier wieder: allein die Präsentation und die spürbare Liebe zum Detail ist eine Erwähnung wert.

Bezüglich der höheren Preise muss ich sagen, dass die Portionen wirklich groß sind, die Zutaten alle sehr frisch und aromatisch und die Speisen hier keinem gewöhnlichen Brunch entsprechen. Wie auch schon auf der Speisekarte angeteasert, erwartet einen im Seven North eine „high-end cuisine wild experience“. Da ist es meiner Meinung nach auch gerechtfertigt, einmal ein wenig tiefer ins Geldbörserl zu greifen. Muss ja nicht jedes Wochenende sein …

Service & Ambiente

Das Seven North ist richtig groß, hier stehen bestimmt 20 bis 30 Tische den Gästen zur Verfügung. Aufgrund der vielen Lampen, bunten Farben und natürlich der großen Bar und der offenen Küche herrscht hier ein ganz besonderes Ambiente. Wir fühlten uns sehr wohl und das Service zeigte sich überaus bemüht und freundlich. Nicht ganz optimal ist die recht laute Musik (primär Pop-Hits), die vielleicht besser zum Abendbetrieb passt. Und auch vom Geschirr waren wir etwas überrascht: Besteck, Teller und Tassen sind ganz und gar nicht „hipp“, sondern sehr simpel – aber vielleicht ist das als bewusstes Statement gedacht, so wie auch die „Comic Sans“ Schrift auf der Speisekarte. ;-)

Fazit

Wer nach einem ganz besonderen Brunch-Spot sucht, bei dem das Essen ein kulinarisches Erlebnis ist, sollte unbedingt das Seven North besuchen.

Quick Facts

coffee

Dauer, bis der 1. Cappuccino serviert wurde: 3 Minuten 20 Sekunden

info

Teil des Hotels Max Brown (parken in der dazugehörigen Garage nach Verfügbarkeit um € 7,00 möglich), keine Hunde erlaubt, Garten

allergie

Heißgetränke sind auch mit Hafermilch erhältlich.

Bewertung

Preis/Leistung: vollvollvollvollvollleer
Service: vollvollvollvollvollvoll
Qualität: vollvollvollvollvollleer
Auswahl: vollvollvollvollvollleer
Ambiente: vollvollvollvollvollleer

Infos

Bargeldlos zahlen: Bankomat- und Kreditkarten
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 17.00 bis 01.00 Uhr, Samstag und Sonntag von 11.30 bis 16.30 Uhr und von 17.00 bis 01.00 Uhr
Erreichbarkeit: U3 Zieglergasse, Straßenbahn Linie 46 (Schottenfeldgasse), Linie 5 (Burggasse) oder Linie 49 (Westbahnstraße / Zieglergasse), Bus Linie 48a (Neustiftgasse/Zieglergasse)

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