ZU DEN FACTS & BEWERTUNG triangle

location Wien, 1. Bezirk

Le Bol

Fein verpackt zwischen Kärtnerstraße und Graben versteckt sich das französisch inspirierte Le Bol (auf Französisch unter anderem ‚Frühstücksschale‘) mitten am Neuen Markt im Herzen Wiens. Somit der perfekte Platz, um sich selbst im Treiben der Hauptstadt für einige Zeit – oder zumindest die Dauer eines Frühstücks – an einen anderen Ort der Welt transportieren zu lassen. Und das Konzept scheint aufzugehen, ist das Le Bol doch meistens gut besucht, was es leider schwer macht, spontan einen Platz zu ergattern. Auch das Reservieren funktioniert im Le Bol leider nicht so reibungslos, wie man es sich wünschen würde und kann nur vor Ort erledigt werden, weshalb es auf jeden Fall eine gute Idee ist, wirklich pünktlich zur Öffnungszeit vor der Türe aufzutauchen.

Hat man sich aber erfolgreich einen Platz erobert, steht einem französischen Frühstück nichts mehr im Wege. Frühstücken kann man im Le Bol Montag bis Samstag ab 08.00 Uhr und an Sonn- und Feiertagen ab 10.00 Uhr – bis in den Nachmittag hinein. Auch wenn das Angebot nicht übermäßig groß ist, findet man doch etwas für jeden Geschmack. Unter anderem gibt es das „petit-déjeuner français“ (Butter, Konfitüre oder Honig, Baguette und Croissant) um € 4,70, das „petit-déjeuner du Baou“ (Croque Monsieur oder Croque Madame, französische Zwiebelsuppe, frische Früchte und Orangensaft) um € 9,90, das „Le Grand Le Bol“ (Frischkäse auf Paprika, Schinken, Salami oder Lachs, weiches Ei, Konfitüre, Honig, Butter, Croissant, Brotkorb, Orangensaft und Crémant) um € 12,90 oder aber das „Omelette Maison“ (ein Omelette aus zwei Eiern mit frischem Gemüse, Schinken und Käse) um € 6,90. Weiters können auch noch diverse Extras bestellt werden: Croissant (€ 2,40), Pain au Chocolat (€ 2,40), Baguette oder Schwarzbrot mit Butter (€ 2,60), Salami (€ 3,50), Fruchtsalat mit Honig (€ 4,90), Joghurt mit Früchten (€ 5,70) oder Joghurt mit Beeren, Mandelkernen und Kokosflocken (€ 5,80).

Auf den süßen Geschmack kommt man auch bei der Pâtisserie: verschiedene Tartes, Éclairs oder Muffins ab € 3,80. Auch die Baguettes auf der Karte (ab € 6,90) sind aus unserer Sicht durchaus frühstückstauglich. Bei unserem letzten Besuch haben wir uns schließlich nach langem Überlegen – wer die Wahl hat, hat schließlich auch die Qual – für das „petit-déjeuner Le Bol“, einem Frühstück mit Beinschinken, Brie, einem weichen Ei, Konfitüre, Honig, Butter, Croissant, Brotkorb und Kombucha entschieden und dafür € 7,90 bezahlt. Gleich vorweg muss gesagt werden, dass wir bei dieser Frühstücksvariation auf das weiche Ei verzichtet haben, da das Le Bol leider nach wie vor nur Eier aus Bodenhaltung anbietet, was für uns einfach nicht gut genug ist. Nichts Schlechtes kann man im Gegensatz dazu über den Rest des Frühstücks sagen, da Käse und Schinken, sowie Croissant und Brot wirklich frisch und ausgesprochen gut waren.

Neben den inkludierten kalten Getränken (Kombucha oder Orangensaft), sind Heißgetränke nicht im Gesamtpreis inkludiert und müssen extra bezahlt werden: Zur Auswahl stehen hier verschiedene Tees (ab € 3,80), ein klassisches Kaffeesortiment (ab € 2,70 für einen Espresso), aber auch viele raffinierte Kombinationen wie etwa der „Café Le Bol“, Café au Lait mit Schokolade (€ 4,10) oder „Café Brûlot“, Café au Lait mit Zimt und Vanille (€ 4,30), sowie verschiedene Trinkschokoladen (ab € 3,90).

Auch das Lokal an sich erinnert trotz – oder gerade durch – die überschaubare Größe an ein richtiges Pariser Lokal und lockt mit einer charmanten Mischung aus französischem Bistrot und Feinkostladen. Verschiedene Spezialitäten wie Tee, Marmelade oder Wein kann man auch direkt an der Theke kaufen und mitnehmen  – für einen kleinen kulinarischen Ausflug nach Frankreich von daheim. Auch ist es durch den großen Gemeinschaftstisch leicht möglich, mit MitfrühstückerInnen ins Gespräch zu kommen, oder aber auch auf kleinere Tische auszuweichen, wenn man sein Croissant lieber in Ruhe genießen möchte. Speziell im Sommer kommt, dank der zum Gastgarten geöffneten Glasfronten, Urlaubsstimmung auf. Die Servicemitarbeiter waren im Großen und Ganzen freundlich und zuvorkommend, schienen aber durch den recht großen Andrang von Zeit zu Zeit ein bisschen überfordert, was zu längeren Wartezeiten und ab und an einem leicht gereizten Unterton führte. Überraschend war die Anzahl an Hundebesitzern im Le Bol, wo die durstigen Vierbeiner auch sofort mit einer Schüssel Wasser versorgt wurden.

Fazit

Wer für ein paar Stunden dem Stress der Wiener Innenstadt entgehen möchte, kann sich im Le Bol schnell und einfach nach Frankreich frühstücken. Die Speisen sind sehr gut und das Lokal an sich authentisch – einziges Manko: die Eier aus Bodenhaltung!

Quick Facts

coffee

Dauer, bis der 1. Tee serviert wurde: 2 Minuten 48 Sekunden

info

Gastgarten, Hunde erlaubt, Reservierung nur persönlich im Lokal

Bewertung

Preis/Leistung: vollvollvollvollvollleer
Service: vollvollvollvollleerleer
Qualität: vollvollvollvollleerleer
Auswahl: vollvollvollvollleerleer
Ambiente: vollvollvollvollvollleer

Infos

Bargeldlos zahlen: Nur Bargeld
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag ab 08.00 Uhr, Sonntag & Feiertag ab 10.00 Uhr - bis jeweils 23.00 Uhr
E-Mail: info@lebol.at
Web: lebol.at
Erreichbarkeit: U1, U3 Stephansplatz

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Alle Informationen wie Preise, Öffnungszeiten etc. sind ohne Gewähr. Änderungen durch die Lokale vorbehalten.

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12 Kommentare zu "Le Bol"

Diane sagt:

Erstens ist Reservierung sehr schwierig, wer geht schon am Vortag persönlich hin? Und wenn mans doch macht, läuft es extrem kompliziert und unfreundlich ab: man kann draussen auf der Terrasse nicht reservieren, am grossen Tisch nicht reservieren, wenn man sich raussetzt -kann man nimmer hinein..nicht erlaubt nicht erlaubt etc. Suppe kam lauwarm an, Ei im Glas war hartgekocht, Brot muss man extra bestellen, Preise für Speisen sehr gestiegen, Croissant vergessen (ca 15min gewartet). Personal überfordert, Folgebedienung nicht gut.

Jasmin Gerhardter sagt:

Keine reservierung!!! Super lokal, aber extra hin zu fahren um zu reservieren weil man spontan eh nie einen platz kriegt…No go…

Christine sagt:

Im „Le Bol“ gibt es u.a. so schöne grosse weisse Tassen mit grossen weissen Untersetzern. Die Tassen sind „wellig geschwungen“. Ich möchte diese jemandem schenken. Kann mir jemand sagen wie der Hersteller heisst???
Vielen Dank!

Kathi sagt:

Waren letzten Samstag dort!
Wir haben reserviert aber unseren Tisch haben Sie jemand anderem gegeben, also haben wir den von einer anderen Reservierung bekommen und das ging dann immer so weiter…
Das Frühstück war sehr gut, habe das Joghurt mit den Beeren gegessen, einfach köstlich!!!

Ich habe aber noch eine Frage:
Zu dem Joghurt gab es einen Keks dazu, ich denke Vollkorn mit Beerengeschmack. Die Kellnerin meinte, sie habe die vom Billa (Corso)
Weiß jemand welche Kekse das sind??? Die waren soooooo gut!

Richard sagt:

Reservierung um 19:40 für den kommenden Sonntag Morgen war unmöglich, – weil niemand ans Telefon geht!!!!
Das Frühstück ist tatsächlich mit der Note sehr gut zu bezeichnen, – wenn auch die Freundlichkeit im le bolwe schon ziemlich französisch ist. Teils hektisch, planlos, mit den wenigen Sitzplätzen total überfordert. Zusatzbestellungen dauern so lange, – das der Kaffee für 4,20 Euro bestimmt zwischenzeitlich kalt geworden ist!
Schade,- weil das Lokal mit den langen Tisch wirklich sehr nett und für Wien ungewöhnlich ist, – aber man muss als Gast die Mühen der „Franzosen“ auf sich nehmen. Leider wird zum Frühstück nur dunkles Baguette serviert, – welches ich nicht besonder spannend finde. Im Herbst und im Frühjahr ist es wichtig warmes Schuhwerk anzuziehen, denn die Eingangstür ist meist offen und es zieht einem ziemlich auf die Füße wenn man gerne am langen Tisch sitzt!
Vielleicht macht sich der Betreiber einmal ein paar gedanken über sein Lokal, – und wer weiß vielleicht wird es denn etwas „Kundenorientierter“ sich zeigen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Andrea sagt:

Ich schließe mich Alex an: wir wollten heute zu 6. im Le Bol frühstücken und haben auf der Terrasse 2 Tische zusammengestellt. Auch wir bekamen die forsche Ansage der Kellnerin, dass der Chef das nicht will, da das Erscheinungsbild (!?!?!?) zerstört wird… während sie das sagte, schob sie die Tische auch schon wieder auseinander…
Nebenbei wäre noch zu erwähnen, dass wir die einzigen Gäste waren…

Wir haben das Lokal umgehend gewechselt und ein herrliches Frühstück beim Haas & Haas hinterm Stephansdom genossen.

Martina sagt:

Ich liebe das Le Bol. Aber heute entdeckt, dass sie Eier aus Bodenhaltung servieren. Hat sich also nicht gebessert. Sehr schade. Und eigentlich traurig. Es ist ein gut gehendes Lokal. Da wird echt an falscher Stelle gespart.

Alex sagt:

Ich war lange ein begeisterter Fan vom LeBol und es gab für mich kein anderes Frühstückslokal. Aber seit einem Jahr kann man nicht mehr via Telefon reservieren und muss vorbei kommen – das geht einfach nicht.
Ich gehe nicht mehr ins LeBol seitdem wir in einer großen Runde 2 Tische auf der Terrasse zusammenrücken wollten – angeblich will dass der Chef nicht????? Kellnerin war extremst unfreundlich und da kann auch das gute Frühstück mich nicht mehr hinlocken. Habe ein anderes Lieblingslokal entdeckt – denn wenn das Lokal keine Reservierungen per Telefon annimmt und dann noch unflexibel ist, genieße ich das Frühstück lieber nicht im LeBol!

Dani sagt:

Ja, das mit dem „nicht-anrufen-können“ ist sehr mühsam! Welches ist dein neues Lieblingslokal? ;-)

Robert St. sagt:

Waren vor kurzem im Bol. Seehr gemütlich und tolle Atmospähre. Wir saßen an dem großen Tisch in der Lokalmitte (Platz für ca. 15-20 Personen). Alles sehr entspannt und nett. Die Kellnerinnen können auch sehr gut deutsch. Das Frühstück war extrem lecker und der Café au lait von sehr guter Qualität. Es empfiehlt sich aber unbedingt zu reservieren, da wir Samstags um 8.30 keinen Tisch mehr vorfanden. Fast alle waren reserviert für die nächsten Stunden (9.00 & 11.00….). Würde sofort wieder hingehen zum Frühstück!

lea sagt:

Spitze ist im Le Bol auch der Salat des Hauses. Nicht gerade ein Frühstücksgericht, aber lecker mit Ziegenkäse und Feigen! Das letzte Mal, wie ich dort war sprach der Kellner wenig Deutsch, gut Englisch und sehr charmantes Französisch, was meine Schulkenntnisse aus den Reserven gelockt hat. Wir haben uns aber auch gleich ein Stückchen weiter vom Herzen Wiens entfernt gefühlt, quasi eine kleine Reise nach Frankreich in der Heimat ;)

J.J. sagt:

Unbedingt neben dem Frühstück die Tarte de Citron und Pommes probieren, sind schon seid Jahren Klassiker! Leider gehen wir nicht sehr gerne am Wochenende in die Stadt wegen der vielen Touristen und Garten gibt es auch keinen im Sommer :(, aber ich kann mich ansonsten nur der Review anschliessen.

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