ZU DEN FACTS & BEWERTUNG triangle

location Wien, 2. Bezirk

Harvest

Das Harvest am Karmeliterplatz bezeichnet sich selbst als eine „Oase für Stadtnomaden“ und liegt mit seinem vegetarisch-veganen Angebot sicherlich im Trend. Unser letzter Besuch im Harvest war bereits 2013, daher war es wieder höchste Zeit für einen Abstecher nach Wien-Leopoldstadt. Den veganen Wochenendbrunch gibt es im Bistrot weiterhin, denn dieser ist nicht nur bei der wachsenden veganen Community gerne gesehen, sondern zieht durchaus auch neugierige Non-Veggies an, die ein wenig Abwechslung suchen. Wir waren sehr gespannt, wie sich das Harvest weiterentwickelt hat, da die Konkurrenz über die letzten Jahre nicht geschlafen hat und mittlerweile (durchaus ausgefuchste) vegetarische und vegane Frühstücksgerichte Einzug in viele Wiener Lokale gefunden haben.

Spätes Frühstück & Brunch

Das Harvest hat täglich geöffnet und bietet während der Woche (ab 11.00 Uhr) eine all-day Karte mit „Griechischem Soyghurt“ (€ 5,80) und „Tofu-Crumble“ mit veganem Käse und Schinken oder Porridge mit Früchten (beide um € 7,80). Auch die „Hummus Trilogie“ um € 6,80 mit Haferbrot wäre eine Möglichkeit für ein spätes Frühstück. Nun aber zum eigentlichen Grund unseres Besuches: Samstag, Sonntag und an Feiertagen gibt es zwischen 10.00 und 15.00 Uhr ein veganes Brunchbuffet um € 16,60 – exklusive Getränke.

Das Buffet besteht aus variierenden warmen Speisen: angefangen bei Bohnensuppe, über Gemüsestrudel, Pasta und Curry, bis hin zu gegrilltem Gemüse. In einer weiteren Vitrine sind kalte Salate (darunter Karotte-Sellerie, Rote-Rübe und Bohnen), Hummus, Baba Ganoush und Tartar zu finden. Dazu nach Wunsch Olivenbrot, Semmel oder Sesamring. Zusätzlich gab es dann noch veganes Joghurt, Müsli, Apfelstrudel, Schoko- und Karamellpudding sowie Schokocreme und Erdnussbutter. Aufgrund der Hygienevorschriften wird einem das Essen derzeit von einer Mitarbeiterin gereicht, wobei dementsprechend der gewohnte „Buffetcharakter“ ein wenig verloren geht. ;-)

Im Harvest wird eine italienische Bio-Fair-Kaffeemischung von Alt Wien serviert und mit Bio-Soja, Reis- oder Bio-Kuhmilch zubereitet. Mandel- und Hafermilch gibt es um einen Aufpreis von € 0,50. Neben den gängigen Kaffeevarianten stehen unter anderem auch Chai- und Matcha-Latte sowie Bio-Tee im Kännchen, hausgemachte Limos (beispielsweise Mango-Ingwer) und geeiste Getränke zur Wahl.

Als Getränk bestellte ich einen Iced Chai Latte, der mir aber zu wenig intensiv im Geschmack war und primär nach der Nussmilch geschmeckt hat. Das Soda-Zitron meiner Begleitung war gut, aber das versteht sich in der Regel von selbst. ;-) Die pikanten Speisen, die wir probiert haben (beispielsweise Hummus, Gemüseauflauf, Baba Ganoush, Rote-Rübe und Selleriesalat), waren frisch, aber geschmacklich ohne besonderen Twist. Das gleiche galt für die süße Runde, bei der wir unter anderem Apfelstrudel, Erdnussbutter und Obst probierten. Bio-Produkte finden sich laut Beschriftungen nur bei den Getränken.

Insgesamt war das Angebot leider nicht besonders ansprechend, auch weil ein Brunchbuffet meiner Meinung nach um den angebotenen Preis mehr hergeben sollte. Das Buffet war nicht liebevoll angerichtet, die einzelnen Speisen entweder gar nicht beschriftet oder nur mit einem Post-It. Früher gab es beispielsweise noch selbstgemachte Aufstriche (wie zB. Pilz-Mandel oder orientalischen Liptauer), veganen Aufschnitt, Kokosmehlwaffeln und einen süßen Auflauf – all das ist aktuell nicht mehr Teil des Angebotes.

Ambiente

Vor dem Harvest befindet sich ein netter, kunterbunter Gastgarten, jedoch mit relativ dicht gedrängten Tischen. Im Inneren warten zwei Gasträume mit Plüschsesseln und durchgewürfeltem Mobiliar. Die vielen Bilder, bunten Wände und Bücher unterstreichen das etwas chaotische Ambiente. Natürliches Licht kommt hier nur beim Eingang herein, der Bereich rund um das Buffet war relativ düster, die Luft abgestanden. Das Service war bei unserem Besuch nicht sonderlich bemüht, schmutzige Teller wurden nicht abgeräumt, die Wartezeiten auf die Getränke waren lang. Auch die Mitarbeiterinnen, die am Buffet das Essen verteilten, wirkten auf uns genervt. Die telefonische Reservierung war kein Problem und ein wichtiger Schachzug, denn das Lokal war komplett voll.

Alles in allem hätten wir uns mehr vom gewissen Etwas gewünscht – die vegane Küche gibt so viel her und ein wenig mehr Liebe zum Detail im Speisenangebot sowie Herzlichkeit im Service wäre schön, um gerne wiederzukommen.

Fazit

Die Location hat sicherlich ihren Charme, das Service und das vegane Brunchangebot im Harvest müssen jedoch noch anziehen, um für uns zu einem Frühstücksliebling zu werden.

Quick Facts

coffee

Dauer, bis der 1. Kaffee serviert wurde: 7 Minuten 34 Sekunden

info

WLAN, Schanigarten, Tageszeitungen und Magazine

allergie

Heißgetränke auch mit Soja-, Hafer-, Reis- und Mandelmilch, veganer Brunch

Bewertung

Preis/Leistung: vollvollvollleerleerleer
Service: vollvollvollleerleerleer
Qualität: vollvollvollvollleerleer
Auswahl: vollvollvollvollleerleer
Ambiente: vollvollvollvollleerleer

Infos

Bargeldlos zahlen: Nur Bargeld
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 11.00 bis 23.00 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertag von 10.00 bis 23.00 Uhr
Erreichbarkeit: U2 Taborstraße, Straßenbahnlinie 2, Buslinie 5A (Karmeliterplatz / Taborstraße)

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