ZU DEN FACTS & BEWERTUNG triangle

location Wien, 7. Bezirk

Café Zehnsiebzig

Mitten auf der Burggasse, direkt am Eck zur Myrthengasse, zog das Café Zehnsiebzig vor knapp zwei Jahren in die ehemalige Pure Living Bakery ein. Vor Kurzem hat nun ein neuer Manager das Lokal übernommen, seitdem gibt’s eine überarbeitete Frühstückskarte. Was unverändert blieb, ist die Ausrichtung des Café Zehnsiebzig: das Lokal will das Beste der kroatischen Landwirtschaft und der Wiener Kaffeehauskultur vereinen. So gibt es hier beispielsweise Olivenöl aus eigener Produktion von der Insel Hvar, genauso wie selbst getrocknete Kräuter und kroatischen Käse, der Kaffee stammt von einer nahgelegenen Rösterei. Da Regionalität und Bio-Qualität der Lebensmittel großen Stellenwert hat, freuten wir uns auf einen erneuten Besuch.

Frühstückszeiten & Angebot

An Wochentagen von 09.00 bis 14.00 Uhr und am Wochenende sogar von 09.00 bis 16.00 Uhr gibt es im Café Zehnsiebzig einen langschläferfreundlichen „Adriatic Farmer’s Brunch“. Hierzu stehen verschiedene Gerichte mit Bio-Freilandeiern sowie Frühstückskombis, Brote und Süßspeisen zur Auswahl. Darunter vieles vegan oder vegetarisch.

Das „Vegan-Cado Brot“ besteht aus zwei Hummus-Broten, die zusätzlich mit Avocado, Oliventapenade, geschmorten Tomaten, Ajvar und Gurke getoppt sind (€ 9,70). Als Alternative werden beim „Vegan-Cado Brot Nr.2“ Hummus, Avocado, Gurke und Tomaten mit einer Karottentapenade und Basilikum-Tomatenaufstrich ergänzt (€ 10,30). Deutlich herzhafter ist das „Hangover“ Frühstück mit kroatischer Wurst, Senf, gebackenen Bohnen, Blattsalaten und einer Semmel um € 12,50 oder das „Zagora Omelette“ mit drei Eiern, dalmatinischem Prosciutto, Brot und Salat für € 8,90. Omelette gibt’s unter anderem auch mit istrischem Schwarztrüffel oder Mozzarella und wildem Oregano (ab € 8,10). Ein Klassiker, der in Wien-Neubau nicht fehlen darf, ist das Avocadobrot mit Ei  – hier als „Sunny Side Up Avocado Brot“: ein Spiegelei, serviert auf einem getoasteten Avocado-Knoblauchbutterbrot um € 7,90.

Und dann gibt’s noch einige Extras, darunter kroatische Oliven, geräucherten Käse aus Pag, Olivenöl aus hauseigener Farm, verschiedene Tapenaden oder ein mit Käse gefüllter Babypaprika. Die Extras liegen zwischen € 2,50 und € 5,60.

Den süßen Abschluss der Karte machen das hausgemachte Granola mit Früchten auf Joghurt und der Porridge à la minute mit Zimt und Früchten (beide € 6,50), sowie eine Auswahl an Kuchen, die in der Vitrine zu begutachten sind.

Der Bio-Fairtrade Kaffee stammt von der nur wenige Häuser entfernten Rösterei Fürth und wird frisch aus einer La Marzocco Maschine gelassen. Es werden sämtliche Kaffeeklassiker angeboten und zusätzlich beispielsweise auch noch der „Cortado“, eine spanische Spezialität mit Espresso und Milch, oder Nitro Kaffee. Einen „Steh-Espresso“ kann man im Café Zehnsiebzig an der Bar um € 1,00 trinken. Zudem gibt es unter anderem verschiedene Lattes, wie Matcha-, Rotebeete-, Chai- oder Kurkurma-Latte, Bio-Tees von Sonnentor und frisch gepressten Orangensaft.

Unsere Frühstückswahl

Auf unserem Frühstückstisch landeten das Vegan-Cado Brot in der Tomaten-Karotten Variante, das Avocadobrot mit Spiegelei und das hausgemachte Granola mit zwei Löffeln. Dazu bestellten wir einen Cappuccino und einen Chai-Latte, beide mit Hafermilch. Gleich vorab – die Portionen waren richtig groß und bei der bis oben angefüllten Granola-Schale mussten wir echt kämpfen. ;-)

Aber nun zur Frage, wie es uns geschmeckt hat. Besonders positiv fiel uns die Qualität der Zutaten und das knackige Gemüse auf, aber auch, dass die Speisen sehr gut abgeschmeckt und gewürzt waren. Von den Aufstrichen, über das knusprige Brot und den gut angemachten Salat bis zu den frischen Früchten und dem wenig süßen, hausgemachten Granola, war alles richtig gut. Plus: alles war sehr liebevoll und mit einem Auge für Details angerichtet, das Geschirr ist hübsch und warten mussten wir auch nicht lange. Cappuccino und Chai-Latte waren ebenfalls ganz nach unserer Vorstellung, die Milch fein aufgeschäumt und in der richtigen Temperatur.

Service & Ambiente

Das Café Zehnsiebzig hat eine gemütliche Wohnzimmeratmosphäre und macht Lust, länger zu bleiben, durchaus auch zum Lernen oder Arbeiten. Und auch vor dem Lokal auf der Myrthengasse kann man sich ein nettes Plätzchen im Schanigarten suchen. Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und flink und haben ihren Teil zur entspannten Stimmung beigetragen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist immer noch gut, da die Portionen recht ausgiebig und die verwendeten Zutaten hochwertig sind – die Preise sind jedoch seit meinem letzten Besuch Anfang 2019 deutlich gestiegen.

Fazit

Das Café Zehnsiebzig ist ein Wohlfühlort auf der Burggasse, mit entspanntem Ambiente und mediterranem Frühstück, bei dem auch für Vegetarier und Veganer einiges dabei ist.

Quick Facts

coffee

Dauer, bis der 1. Cappuccino serviert wurde: 4 Minuten 33 Sekunden

info

Im Sommer Schanigarten

allergie

Heißgetränke auch mit Hafer- oder Sojamilch.

Bewertung

Preis/Leistung: vollvollvollvollvollleer
Service: vollvollvollvollvollvoll
Qualität: vollvollvollvollvollvoll
Auswahl: vollvollvollvollvollleer
Ambiente: vollvollvollvollleerleer

Infos

Bargeldlos zahlen: Bankomat- und Kreditkarten
Öffnungszeiten: Täglich von 09.00 bis 23.00 Uhr
Erreichbarkeit: Busse 13A, 48A (Burggasse / Neubaugasse)

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