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location Wien, 13. Bezirk

Anton’s Tafel

Hinweis: Mit Start der Eissaison am 1. März wird bis zum Herbst kein Frühstück mehr serviert, den sonntäglichen Brunch gibt es aber auch während der Sommermonate. Die Eröffnung vom Chez Fred ist lange an mir vorübergegangen und als ich es endlich als Frühstückslokal entdeckt hatte, hatte es kurz darauf auch schon wieder geschlossen. Ähnlich erging es mir mit dem Nachfolger Anton’s Tafel. Hier handelt es sich nämlich nicht wie anfangs gedacht „nur“ um eine neue Eisdiele in Ober St. Veit, Mittwoch bis Samstag abends wird ein Genussmenü serviert, es gibt auch Frühstück und jeden ersten Sonntag im Monat sogar Brunch. Der Chef Anton Rusnak ist in der Wiener Gastroszene auch kein Unbekannter, hat er zB. schon im Fabios und Palais Coburg den Kochlöffel geschwungen. Gemeinsam mit seiner Frau Irina konzentriert er sich nun auf Eisspezialitäten, aber auch das restliche Speisenangebot kann sich sehen lassen – obwohl die Kombination schon etwas ungewöhnlich ist.

Frühstück wird im Anton’s Tafel dienstags bis samstags serviert, jeweils von 08.00 bis 11.00 Uhr – also nicht unbedingt für Langschläfer geeignet ;-). Für die gibt es dann jeden 1. Sonntag im Monat von 10.30 bis 14.30 Uhr einen Brunch um € 39,- / Person, inkl. einem Glas Sekt (Kinder von 6-12 Jahren bezahlen € 9,90). Die Speisenauswahl variiert monatlich, mit dabei ist aber lt. Website immer eine große Auswahl an Frühstücksspeisen, Vorspeisen, Suppen, Hauptspeisen und ein Dessertbuffet. Oder man wählt Speisen von der Tageskarte, die großteils durchaus auch zum Frühstück schmecken.

Das Frühstücksangebot ist überschauber und klang auch nicht sonderlich spannend – da wurden wir dann aber sehr positiv überrascht: „Kleines Frühstück“ mit weichem Ei, Butter, Käse, Schinken, Jourgebäck, Schwarzbrot, Kaffee oder Tee (€ 6,90), Schwarzbrot mit Brie überbacken, Kräuterradieschen und pochiertem Ei (€ 8,-), Hausgebeizter Lachs mit Kräuterrührei, Avocado und Sauerteigbrot (€ 12,90), „Großes Frühstück“ mit weichem Ei, Butter, Käse, Schinken, Marmelade, gebeiztem Lachs, Avocado, Jourgebäck, Schwarzbrot, Kaffee oder Tee und frisch gepresstem Orangensaft (€ 13,90), Joghurt mit Früchten und Granola (€ 4,-), Brot mit Butter, Schnittlauch oder Kräuter der Saison (€ 3,-), Brot mit Butter und Käse (€ 4,-), Brot mit Butter und Schinken (€ 5,-), Rührei mit 2 Eiern (€ 3,60) oder hausgemachte Waffeln (€ 4,50).

Neben den gängigen Kaffeevariationen (Accademia Caffé) kann man sich im Sommer auch auf Eiskaffee oder Affogato freuen, aber auch Milch, Kakao, verschiedene Teesorten in der Kanne und frisch gepresster Orangensaft stehen zum Frühstück bereit. Der Kaffee war sehr gut und auch der Milchschaum hatte die perfekte Konsistenz.

Wir haben uns für den hausgebeizten Lachs und das mit Brie überbackene Schwarzbrot entschieden. Und was uns dann serviert wurde, hat uns nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich 100%ig überzeugt! Die Portionen waren mehr als ausreichend, sehr hübsch angerichtet und alle Zutaten waren ganz frisch (die Eier stammen aus Freilandhaltung). Der Lachs war zart gebeizt, das Rührei perfekt gebraten und wurde mit einer ganzen aufgeschnittenen Avocado und einigen Brotscheiben mit Butter serviert. Auch das Brot mit Brie war wunderbar, mein Highlight war aber das pochierte Ei, das separat mit Radieschen und einer tollen Auswahl an Wildkräutern serviert wurde. Obwohl unsere Bäuche wirklich schon gut gefüllt waren, mussten wir dann aber auch noch die hausgemachten Waffeln probieren – auch die hat sehr gut geschmeckt, wurde aber sehr puristisch nur mit Staubzucker serviert. Hier hat uns doch eine fruchtige Beilage gefehlt und auch ein paar Tropfen Ahornsirup oder Schlagobers hätten nicht geschadet.

Die beiden Eigentümer waren sehr freundlich, wir wurden bestens umsorgt und auch gleich mit einem Glas Wasser versorgt. Das Ambiente ist mit schwarzen Möbeln, weichen Pölstern, kleinen Blumenvasen und türkisen Akzenten auch ganz gemütlich und kommt ohne den kühlen Charme einer klassischen Eisdiele aus. Wir hatten einen Tisch reserviert, gegen 10.30 Uhr war bei unserem Besuch noch nicht sehr viel los. Das Lokal ist allerdings nicht besonders groß, eine (Online-)Reservierung kann also nicht schaden. Und nicht wundern, wenn diese dann vom Chef persönlich telefonisch bestätigt wird ;-).

Fazit

Anton’s Tafel ist nicht nur für Eisfans ein heißer Tipp, auch zum Frühstück zahlt sich die Reise nach Ober St. Veit auf jeden Fall aus!

Quick Facts

coffee

Dauer, bis die 1. Melange serviert wurde: 7 Minuten 29 Sekunden

info

Kinderstühle, im Sommer kleiner Schanigarten, Eissalon (Eis ab 12.00 Uhr)

Bewertung

Preis/Leistung: vollvollvollvollvollleer
Service: vollvollvollvollvollvoll
Qualität: vollvollvollvollvollleer
Auswahl: vollvollvollvollleerleer
Ambiente: vollvollvollvollleerleer

Infos

Bargeldlos zahlen: Nur Bargeld
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 10.00 bis 22.00 Uhr, Sonntag von 12.00 bis 19.00 Uhr, jeden 1. Sonntag im Monat ab 10.30 Uhr (Brunch)
Erreichbarkeit: U4 Ober St. Veit und Fußweg, Bus 53A Wolfrathplatz

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Alle Informationen wie Preise, Öffnungszeiten etc. sind ohne Gewähr. Änderungen durch die Lokale vorbehalten.

Lokale in der Nähe von Anton's Tafel:

Frühstück in der Waldemar Tagesbar in Wien
Frühstück im Nook in Wien
Kaiserpavillon, Schönbrunn

2 Kommentare zu "Anton’s Tafel"

Christian sagt:

Das Eis ist leider nicht so besonders; zuletzt Ananas probiert, Konsistenz war bröcklig, Geschmack sehr schwach;
Zahlt sich meiner Meinung nach nicht aus in den 13. zu kommen.

Barbara sagt:

Lieber Christian,

wir waren inzwischen auch schon mehrfach dort, um uns ein Eis zu holen – uns hat es sehr gut geschmeckt! Vielleicht das nächste Mal eine andere Sorte probieren ;-).

LG, Barbara

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