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location Linz

Stadtliebe

Unsere Liebe zu Linz ist groß, das wisst ihr … Das Restaurant Stadtliebe liegt direkt an der Landstraße im Ursulinenhof und drückt seine Zuneigung gleich im Namen aus. Jeden Sonn- und Feiertag gibt es hier den „City Brunch“ von 10.00 bis 14.00 Uhr. Und wer das umfassende Angebot durchkosten möchte, braucht diese Zeit auch, denn der Ansturm ist groß – ebenso wie das Buffet. Der Preis von € 27,90 für einen Brunch ist stolz – dafür ist wirklich alles inklusive: Essen (sowohl Frühstück als auch warme Mittagsgerichte), Kaffee und Tee, Saft, Bier und Prosecco so viel man trinken kann. Kinder bis 4 Jahre müssen nichts bezahlen und für Fünf- bis Dreizehnjährige kostet der Brunch € 13,90.

Schlaraffenland mit Wartezeit

Unser Tipp: Auf jeden Fall reservieren! Obwohl die Plätze im Restaurant nicht knapp bemessen sind, ist die Stadtliebe immer gut besucht. Im Sommer bietet der große Gastgarten einige zusätzliche Plätze, was das Gedränge am Brunch-Buffet allerdings nicht leichter macht. Wählt man den Brunch-Beginn um 10 Uhr, muss man sich auf eine Schlange einstellen: Zuerst wird bezahlt, dann wird man am Empfangstisch einem Tisch zugewiesen und dann erst beginnt das große Schlemmen (nachdem man am Buffet Schlange steht, wohlgemerkt).

Das Angebot ist wirklich vielfältig und lässt quasi keine Wünsche offen: Ofenfrisches Gebäck von der Bäckerei Berger, auf Wunsch serviert man zudem glutenfreies Gebäck (wird aufgebacken). Jeweils drei verschiedene Schinken- sowie Specksorten, Weißwurst, Hart- und Weichkäse in verschiedenen Varianten mit passenden Chutneys, und, und, und. Für Gesundheitsbewusste wird ein auch optisch sehr ansprechendes Obstbuffet geboten: mit Erdbeeren, Trauben, Ananas, Melone, Granatäpfeln etc. Am Tisch nebenan finden sich verschiedene Müslis (von Schoko bis gesund) zum Verfeinern mit Trockenfrüchten, Nüssen oder Samen, Bircher Müsli, Joghurt, Milch und Soja-Alternativen.

Vor allem das Antipasti-Buffet hat uns beeindruckt: Mit Oliven, Couscous-Salat, Humus, Mozzarella, über eingelegte Knoblauchgarnelen bis zu Roastbeef bietet man wirklich ein feines Sortiment. Auch Vegetarier und Veganer kommen hier voll auf ihre Kosten.

Eiergerichte mit regionalen Eiern (aus Luftenberg) gibt’s als Rührei oder gekochtes Ei – leider wurde uns mitgeteilt, dass hier aber nicht nur Eier aus Freilandhaltung, sondern auch aus Bodenhaltung zum Einsatz kommen. Sehr schade, dass man bei den Eiern nicht durchgängig auf gute Qualität / Tierwohl achtet! Stellt man sich in der (meist leider sehr langen Schlange) der Schauküche an, kann man außerdem ganz nach Wunsch Omelette oder Spiegelei mit diversen Kräutern bestellen. Für umliegende Tische kann das bei einem längeren Aufenthalt mitunter zu einer ziemlichen Geruchsbelästigung mutieren (weil kein Abzug im Raum vorhanden) weswegen wir empfehlen, entweder einen Sitzplatz weiter weg zu wählen oder überhaupt auf den geräumigen Gastgarten auszuweichen.

Auch das Dessert-Angebot ist nicht von schlechten Eltern: von Cheesecake, über Schokoküchlein mit flüssigem Kern, bis zu Schokomousse im Glas wird alles geboten. Mit der Zeit kamen sogar noch andere Köstlichkeiten nach.

Wovon man leider abgesehen zu haben scheint: Auf dem Flyer zum Brunch liest man noch von Fasslbutter der Käserei Höflmaier und hausgemachter Marmelade oder Müsli von Zagler aus Braunau. Wir haben „nur“ Marmeladen von Darbo (in kleinen Gläschen), einzeln abgepackten Butter und nicht näher definiertes Müsli im Gastrospender gesehen. Im Sinne der Nachhaltigkeit kann man hier sicher wieder nachbessern.

Die nie versiegende Kaffeequelle

Vom Espresso über Cappuccino und Caffé Latte bis zu einer Teestation mit gutem Sortiment ist alles da und zwar so viel man davon trinken kann. Einziges Manko: Vor allem zu Brunch-Beginn, wenn das Gros der Brunch-Gäste eintrudelt, bilden sich an diesen Stationen (zwei Kaffeevollautomaten und eine Teestation) wirklich lange Schlangen. Wer sich in Geduld übt und den ersten Brunch-Gang ohne Heißgetränk überlebt, hat es später deutlich entspannter. Auch bei der Saftauswahl legt man sich ins Zeug: Neben Wasser und „Vitaminwasser“ (mit Kräutern und Zitrusfrüchten versetztes Wasser) kann man sich an der Presse selbst frisch gepressten Orangensaft kredenzen und auch ein Entsafter mit Karotten und Ingwer steht zur Verfügung. Jammern auf hohem Niveau: Eine größere Obst- und Gemüseauswahl, zB. mit Äpfeln und Gurken, wäre vielleicht noch wünschenswert. Negativer Nebeneffekt: Sitzt man in der Nähe des Entsafters, kann das auf Dauer akustisch anstrengend werden. Und wer etwas zu feiern hat oder sonn- und feiertags gern Frühschoppenambiente schnuppert, kann sogar unbegrenzt Prosecco oder Bier genießen (zum selbst Zapfen).

Für Unersättliche

Für den größeren Hunger (falls nach dem ersten Frühstücksgang tatsächlich noch Platz sein sollte …) gibt es Hauptspeisen wie Schweinsbraten mit Speckkraut und Erdäpfel (vom Bauernhof Reis aus Lichtenberg), hausgemachte Spinatknödel in Käserahmsauce, Lachsschnitten vom Grill, Ofengemüse mit frischen Kräutern, Gulasch und ab 11.00 Uhr wird in der kleinen Schauküche auch Pasta mit frisch gebratenen Scampi, Tomaten, Parmesan und Kräutern zubereitet.

Obwohl beim Stadtliebe-Brunch Selbstbedienung herrscht (daher nur 3 Semmeln in der Kategorie „Service“), waren die Mitarbeiter sehr aufmerksam, leere Teller und Tassen wurden regelmäßig abgeräumt und man beantwortete all unsere Fragen sehr freundlich und kompetent. Das Ambiente lässt sich mit folgenden Worten beschreiben: Industrie Design – Shabby Chic – und dennoch glamourös.

Leuten mit einer Aversion gegen Massenaufläufe sei gesagt: Der Menschenandrang führt nicht notwendigerweise zu einem entspannten Start in den Tag und auch die Schlangen am durchaus dicht gedrängten Buffet verlangen einem schon morgens viel Geduld und Umsicht ab. Daher müssen wir in der Kategorie „Ambiente“ auch Punkte abziehen. Wir empfehlen daher, etwas später zu kommen, um diesem Ansturm zu entgehen – denn genug ist jedenfalls für alle da.

Fazit

In der Stadtliebe wird jeder fündig: Die Auswahl ist riesig, die Qualität (bis auf die Eier aus Bodenhaltung) gut – nur Zeit und innere Stärke für längere Wartezeiten in der Buffetschlange sollte man mitbringen.

Quick Facts

coffee

Dauer, bis der 1. Cappuccino serviert wurde: 9 Minuten 56 Sekunden (Selbstbedieung, in der Schlange anstehen)

info

Magazine, Hochstühle, Online-Reservierung, Garten

allergie

Sojamilch und -joghurt, glutenfreie Alternativen

Bewertung

Preis/Leistung: vollvollvollvollvollleer
Service: vollvollvollleerleerleer
Qualität: vollvollvollvollleerleer
Auswahl: vollvollvollvollvollvoll
Ambiente: vollvollvollvollleerleer

Infos

Bargeldlos zahlen: Bankomat- und Kreditkarten
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 10.30 bis 0.00/2.00 Uhr, Sonn- und Feiertag von 10.00 bis 14.00 Uhr (City Brunch)
Erreichbarkeit: Straßenbahnstation Mozartkreuzung oder Taubenmarkt (alle Straßenbahnlinien).

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