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location Linz

Mundwerkstatt

In der Mundwerkstatt in der Linzer Innenstadt wird nichts repariert, vielmehr wird hier probiert und inspiriert. Hier isst man abseits vom österreichischen Genussmainstream und dabei regional, leicht und kreativ. Die Inhaberin Daniela Balhasi lebt in der Mundwerkstatt ihre Begeisterung für Lebensmittel und Esskultur aus und will diese auch in Kochkursen weitergeben.

Eigentlich ist die Mundwerkstatt nämlich eine Kochschule, es gibt aber auch Mittagsmenüs und Pop-Up-Dinner Konzepte sowie ein Cateringangebot. Und schließlich Brunchbuffets, die an zwei bis drei ausgewählten Sonn- und Feiertagen angeboten werden. Der Brunch kostet € 22 pro Person, ein Heißgetränk ist inklusive. Die Brunch-Termine werden auf der Website veröffentlicht – rechtzeitiges Reservieren lohnt sich hier definitiv (individuelle Termine für Gruppen und Unternehmen können jederzeit angefragt werden).

Einmal Multikulti, bitte!

Wer die 08/15 Frühstücksbuffets satt hat, ist in der Mundwerkstatt genau an der richtigen Stelle: Es empfiehlt sich, mit kräftigem Appetit auf Neues dort hinzukommen. Uns erwartet ein Mix aus mediterranen und multikulturellen Köstlichkeiten, inspiriert von der Küche des Bosporus und der Mittelmeerküste. Das Brunchangebot ist nicht konstant – auf der Website wird angekündigt, dass es mal verschiedene Couscous-Salate, Linsensalate, Baklava gibt, ein anderes Mal Mezze, Fallafel, Burek … Zu verschiedenen Jahreszeiten (Ostern, Pfingsten, Bauernherbst etc.) gibt es Themenbuffets, die saisonal und kreativ überraschen sollen.

Das Buffet ist nicht riesig und die Auswahl begrenzt, dafür liebevoll angerichtet: Es findet sich Gemüse wie Gurken, Zucchini, angebratener Spargel, Champignons, Tomaten, Mozzarella und einige andere Weich- und Hartkäsesorten. Köstlicher Rohschinken mit Honigmelone und Spezialitäten wie Aspik und Geselchtes bringen auch Fleischtiger zum Schnurren. Frische, selbstgemachte Aufstriche und Marmeladen wie Humus, Rote-Rübencreme oder Himbeere-Gin und Kiwi-Marmelade kann man übrigens auch im Minishop vor Ort käuflich erwerben. Das Augenmerk auf saisonale, regionale und qualitativ hochwertige Lebensmittel sieht und schmeckt man jedenfalls – da es keine Eiergerichte gab, in diesem Fall auch keine Information betreffend Herkunft.

Die Brote (kein Gebäck, wirklich nur Brot, dafür fünf verschiedene Sorten) – vom Vollkornbrot zum orientalischen Weißbrot – liegen dekorativ angerichtet im offenen Koffer und können auf daneben platzierten kleinen Holzplatten mit an den Tisch genommen werden. Und auch unsere innere Naschkatze darf sich freuen: Es gibt Müsli mit frischen Beeren, getrocknete Früchte (die besten Datteln, die ich seit langem gegessen habe), Himbeer-Cheesecake, Topfencreme mit Tonkabohne und frischen Beeren, Rhabarber-Kompott und Zimtschnecken.

Die Spezialität der Mundwerksatt sind aber die orientalisch-inspirierten Speisen: Diese wechseln von Brunch zu Brunch und werden durchaus nicht den ganzen Tag lang angeboten. Immer wieder kommt Neues zum Buffet dazu – wenn es aus ist, ist es aus. Eine Eigenheit, die wohl familiären Speiseverhältnissen vorbehalten ist und deswegen sympathisch wirkt. Bei unserem Besuch gabs Börek Zigarren mit Feigen-Senf-Sauce und Erdäpfelkrapferl mit karamellisierten Zwiebeln. Frisch aus dem Mixer wurde ein Bananen-Kokos-Chia-Smoothie angeboten, außerdem gibts Fruchtsäfte wie Orange oder Apfel-Karotte, ansonsten kann man noch aus Softdrinks aus dem Kühlschrank wählen (Fritz Cola, Eistee etc.). Allein der Kaffee ist eine kleine Schwachstelle: leider ein Nespressoprodukt. Eilig sollte man es nicht unbedingt haben – da die Inhaberin sich allein um alle Gäste kümmert, sich dafür aber auch die Zeit für einen Tratsch nimmt (da bei den Speisen am Buffet Selbstbedienung ist, gibt es in der Kategorie nur 3 Semmeln). Auf Wunsch wird auch Gluten- und Laktosefreies angeboten – dafür bittet die Inhaberin allerdings, schon bei der Reservierung darauf hinzuweisen.

Kochen & Kunst

Gutes Essen ist bekanntlich eine Kunst an sich. Wer aber beim Essen auch seine Augen staunen lassen will, findet in der Mundwerkstatt einiges zum Entdecken: Das Lokal ist voll von Bildern, künstlerischen Installationen und kleinen Bastlereien, die den lukullischen Eindruck noch verstärken und die man auch erstehen kann. Tipp: Besonders kreativ ist auch das stille Örtchen in Szene gesetzt. ;-)

Fazit

Die Mundwerkstatt ist einfach anders! Qualitativ hochwertig und saisonal werden dort Köstlichkeiten von Börek bis Cheesecake kredenzt und das kreative Ambiente bietet Spannendes fürs Auge.

Quick Facts

coffee

Zeit, bis der 1. Cappuccino serviert wurde: 2 Minuten 54 Sekunden

info

Kleiner Shop mit regional produzierten und selbstgemachten Marmeladen, Aufstrichen, Ölen und kleineren und größeren Kunstwerken

allergie

Die ein oder andere vegane Speise ist beim Brunchbuffet ohnehin vorhanden. Für gluten- und laktosefreie Varianten bittet die Inhaberin, bereits bei der Reservierung darauf hinzuweisen, dann werden auch hier Alternativen angeboten.

Bewertung

Preis/Leistung: vollvollvollvollvollleer
Service: vollvollvollleerleerleer
Qualität: vollvollvollvollvollleer
Auswahl: vollvollvollvollleerleer
Ambiente: vollvollvollvollvollvoll

Infos

Bargeldlos zahlen: Bankomat- und Kreditkarten
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 11.00 bis 14.00 Uhr (nur Mittagstisch), Brunch nur an ausgewählten Sonn- und Feiertagen von 9.00 bis 14.00 Uhr
Erreichbarkeit: Straßenbahnhaltestelle Goethekreuzung (Straßenbahn Nr. 1, 2, 3, 4), dann ca. 5 Minuten zu Fuß

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2 Kommentare zu "Mundwerkstatt"

Tanja von den Frühstückerinnen sagt:

Liebe Daniela,

danke für dein Feedback – wir waren wirklich gern bei euch zu Gast!

Eigericht konnten wir tatsächlich keines entdecken, vielleicht war es schon aus, weil wir einen relativ „späten“ Brunchtermin um 11 Uhr wahrgenommen haben.

Was den Kaffee betrifft: Der gute alte Filterkaffee wäre hier definitiv eine Möglichkeit- zumindest als zusätzliche Variante. Mit hochwertigem Kaffee zubereitet sehr gut und außerdem jetzt ja wieder in Mode. 😉 Aeropress und Frenchpress wären zudem eine wohlschmeckende und nachhaltigere Alternative. Aber bei großen Mengen ist ein Kaffeevollautomat vermutlich trotzdem die beste Möglichkeit.

Liebe Grüße

Daniela Balhasi sagt:

Liebe Frühstückerinnen

Herzlichen dank für diesen tollen Bericht.

Nur 1-2 Kleinigkeiten sind so nicht richtig.
Arbeiten tun wir immer mind. zu 3.
Möglicherweise waren an diesem Tag keine Reservierungen mehr ausständig und ich habe meine Servicekraft bereits in seinen eigenen Laden geschickt.

Unser Eigericht das wir immer haben, ist meisten ein Shakshuka oder ein cremiges Rührei mit Parmesan, natürlich mit Bio-Eier.

Zum Nespresso Kaffee, im Moment haben wir noch keine variante gefunden die in unserem Konzept funktioniert. Siebträgermaschienen fallen raus da wir Wochentags viel zuwenig Kaffee Durchlauf haben und ein voll Automat ist uns schlichtweg zu laut, da wir den Kaffee ja mitten unter den Gästen zubereiten und beim Brunch schon mal 8-12 nach einander gemacht werden und wer möchte schon derart beschallt werden.
Vielleicht habt Ihr ja eine Idee für unser Kaffee Problem…

Herzliche Grüße
Die Mundwerkstatt

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