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location Linz

JKU Teichwerk

Das Teichwerk, „Institut für Leckeres“ an der Johannes Kepler Universität Linz, kommt gar nicht schulmeisterhaft daher. Seit 2015 beherbergt der Uniteich am Linzer Campus das schwimmende Lokal. „Kreativ, gesund und nachhaltig“ heißt es auf Seite 1 der Speisekarte. Lokale Produkte verwendet man, wo es geht, sonst faire und solche mit möglichst geringem ökologischen Fußabdruck. Mittags ist man für das Curry bekannt, freitags und samstags gibt es Fajitas und Ribs. Take-Away liefert man im Rex-Glas statt im Plastikbehälter. Aber auch die wichtigste Mahlzeit am Tag, das Frühstück, wird im Teichwerk nicht vernachlässigt:

Wochentags gibt es von 09.00 – 11.30 Uhr ein kleines Frühstück in drei Varianten (vom „süßen Frühstück“ mit Croissant und Marmelade um € 3,90, über das „Studentenfrühstück“ mit Butter, Schinken, Käse und Gebäck um € 5,90, bis zum „Teichwerk-Frühstück“ mit Ei, Butter, Schinken und Käse mit Beilage Gebäck und Kaffee € 9,90) und ein Spezial Frühstück, das die Studi-Hirne ankurbeln soll, etwa das „Wake up“-Studentenmüsli mit kaffeeinfusionierter Milch (€ 3,90) oder das „Go für Goji“-Müsli (€ 3,70). Langschläfer und Vielfrühstücker kommen aber besser am Wochenende oder an Feiertagen, wenn von 09.00 – 13.00 Uhr das große Brunch serviert wird.

Beim getesteten Wochenendbrunch im Teichwerk muss man nicht nervös werden, obwohl es der Universität würdig in Form eines Testes daherkommt: Per Multiple-Choice kann man wählen zwischen „Studi-“ (1 Gebäck, Butter, 2 Extras um € 6,20), „Bachelor-“ (1 Gebäck, Karottenbrot, Butter, 4 Extras: € 11,50), „Master-“ (1 Gebäck, Karottenbrot, 1 Croissant, Butter, 6 Extras: 16,50) oder „Deluxe-Frühstück“ für zwei (reichhaltige Auswahl an den Spezialitäten – mehr dazu unten – inkl. 1 Glas Prosecco oder frisch gepresstem Orangensaft: € 18,50/Person). Kaffee, Tee und Säfte sind hier nicht inkludiert und können á la carte bestellt werden. Für Vieltrinker (ab zwei Tassen) empfiehlt sich der „all you can Coffee“-Selfservice um € 4,90 für unbegrenzten Kaffeegenuss von der Maschine (inklusive Cappuccino, Café Latte etc.). Kaffee und Tee kommen aus der Afro Coffee Familie – sind also fair gehandelt – welche mit fettarmer oder laktosefreier Milch, Sojamilch oder koffeinfrei erhältlich sind. Für Kaffeeaficionados besonders interessant: Das Angebot an Spezialkaffee – ob Cold Brew (€ 3,50), Iced Chai Latte (€ 3,80) oder aktuelle Spezialkreationen (€ 3,80). Wers frischer mag: Hausgemachte Limonaden und Smoothies werden auch angeboten. Die verwendeten Produkte erscheinen hochwertig und sind laut eigener Aussage regional und bio. Woher die Eier kommen, ist auf der Karte nicht ersichtlich. Auf Nachfrage wurden wir leider auch nicht wirklich klüger: Die Kellnerin meinte „Ich glaube bio“. Die Küche bestätigte das aber schließlich.

Bei den einzelnen Komponenten des Frühstücks sind dann auch Mehrfachnennungen erlaubt: Zusätzliche Extras (30 Stück an der Zahl) zum Frühstück kosten pro Stück € 2,60, zusätzliches Gebäck € 1,20 (vom Bäcker Rohrer, auf Wunsch auch glutenfrei). Je nach Wahl sind diese Extras unterschiedlich viel Wert: Der „Cheesecake“ beispielsweise kostet regulär auf der Karte mehr als € 2,60 bei gleicher Größe – die Portion 2x Marmelade, nicht hausgemacht, ist dafür eher teuer. Außergewöhnliche Extras, die uns ins Auge gestochen sind: Die Eivarianten, zum Beispiel getrüffeltes Rührei oder mit Tofu, Spinat und getrockneten Tomaten, kommen immer in der Rolle (in knusprigem Tempura-ähnlichem Teig gebacken), das Birchermüsli mit Joghurt & Beeren (letztere wenn auch aus der Tiefkühltruhe, so zumindest schmackhaft) ist nicht zu süß und besonders cremig. Außerdem: die Avocado mit Chili & Olivenöl, Heumilchgouda mit Weintrauben und Nüssen oder schmackhafter Prosciutto di San Daniele. Die Spannbreite an Extras deckt alle Begehrlichkeiten ab für Gesundheitsbewusste (z.B. Joghurt mit Amaranth und Blütenhonig, Cottagecheese mit Mangochutney oder Rote Beete & Hummus), aber auch für wahre Genießer (sehr leckerer Käsekuchen, Waffel mit Schokosauce oder Granola in Kaffeemilch…), für Vegetarier und Veganer (Babymozzarella mit Cherrytomaten und Wildkräuterpesto oder Spinat und Parmesan) und Fleisch- und Fischtiger (etwa Beinschinken, Pastrami, Leberwurstaufstrich mit Thymian oder Räucherlachs mit Butter).

Auf der Rückseite des Frühstückstests kann man sich die Wartezeit mit humorvollen Zusatzfragen verkürzen. Das Ambiente ist durch viele Glasflächen mit Wintergartenfeeling und die minimalistische Einrichtung sehr angenehm, bietet sogar eine kleine Chill-out-Area mit Kamin und ist durch das Nass rundherum sehr idyllisch. Das Publikum ist gemischt (Studierende bis Familien mit Kindern und Seniorenrunden) und entspannt. Musik war bei unserem Besuch nicht zu hören. Die Ente als Maskottchen zieht sich konsequent durch: Auf der Speisekarte und rund um das Lokal durch zahlreiche lebendige Exemplare im Uniteich. Das Personal wird liebevoll „Teichkinder“ genannt und ist durch eine passende Uniform (Ringel-T-Shirts mit Aufdruck) erkennbar. Der Service war nicht immer wirklich schnell und dabei nicht unbedingt gut gelaunt. Als wir ein Zusatzgebäck bestellten und dann statt dem Flesserl einen Kornspitz haben wollten, rollte die Dame mit den Augen. Fürs Bezahlen mussten wir ein bisschen länger warten und gingen schließlich selbst zum Tresen.

Das absolut geniale am Teichwerk: Bei Schönwetter kann die Fensterfront geöffnet werden und das schwimmende Lokal wird zur riesigen Terrasse. Manche Plätze sind windgeschützt, andere direkt unter dem freien Himmel und mit unverbautem Blick auf die plantschenden Entlein. Bei feinem Wetter wächst dadurch und durch den zusätzlichen Freiluft-Platz auf dem Dach des schwimmenden Restaurants die Plätzeanzahl circa auf das doppelte an (40 bis maximal 75 Sitzplätze). Tipp: Bei weniger schönem Wetter bald genug reservieren für den Wochenendbrunch, da der Platz drinnen recht begrenzt ist.

Fazit

Eine großartige Angelegenheit mit viel Ideenreichtum und Humor auf der Karte, tollem Ambiente am Wasser und einer Coolheit, die nur eine Uniumgebung mit sich bringt. Nach dem Brunch hatten wir das Gefühl, uns und unseren Bauch wieder einmal belohnt zu haben. Eine kleine Nachhilfe braucht nur das Personal, das manchmal etwas auf sich warten lässt

Quick Facts

coffee

Dauer, bis der erste Cappuccino serviert wurde: 4 Minuten 52 Sekunden

info

barrierefrei; hundefreundlich; kinderfreundlich: Hochstuhl und Wickeltisch mit Utensilien (Feuchttücher) vorhanden; Zeitungen und Zeitschriften vorhanden; Rauchen auf der Terrasse und an der Bar möglich; 

allergie

auf schriftliche Kennzeichnung der Allergene wird bewusst verzichtet – das Personal informiert mündlich, wenn gewünscht; glutenfreies Gebäck auf Wunsch und mit 10 Minuten Extrazeit; vegetarische und vegane Elemente vorhanden; laktose, fettarme, Sojamilch wählbar, auch koffeinfreier Kaffee erhältlich

Bewertung

Preis/Leistung: vollvollvollvollvollleer
Service: vollvollvollleerleerleer
Qualität: vollvollvollvollvollleer
Auswahl: vollvollvollvollvollleer
Ambiente: vollvollvollvollvollvoll

Infos

Bargeldlos zahlen: Bankomat und Kreditkarten
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 09.00 Uhr – 23.00 Uhr / Samstag: 9.00 Uhr – 23.00 Uhr / Sonntag 9.00 Uhr–18.00 Uhr; kleiner Brunch unter der Woche: Mo.-Fr.: 09.00 – 11.30 Uhr großer Brunch Sa., So. und Feiertag von 9.00 – 13.00 (Achtung: es gibt manchmal eingeschränkte Brunch-Zeiten, wenn geschlossene Gesellschaften erwartet werden – das wird allerdings via Facebook und Website angekündigt)
Erreichbarkeit: rreichbarkeit: Straßenbahnlinie 1 & 2, Station Universität (Endhaltestelle)

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