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location Linz

Die Brüher

Seit 2014 achtet man bei Die Brüher bereits darauf, dass die Linzer Kaffeeliebhaberszene nicht auf Spezialitäten verzichten muss. Nachdem die „Ur“-Brüher Mike und Anela Anfang 2017 nach Amerika gingen und das gut angelaufene Lokal an Alexander Janisch übergeben hatten, haben sich ein paar Dinge geändert. Nach wie vor arbeitet das kleine Lokal direkt neben dem AEC mit dem Selbstbedienungsprinzip (daher auch nur 3 Semmeln in der Kategorie Service). Das gemütliche Scandi-Flair ist geblieben, genau wie der Fokus auf Spezialkaffee (der Kaffee stammt aus der Grazer Rösterei J. Hornig) wie Handgebrühtes oder Matcha Latte, im Sommer auch Cold Brew oder Affogato.

Was anders wurde: Frühstück und Snacks gibt es jetzt den ganzen Tag und zwar jeden Tag in der Woche – recht außergewöhnlich für Linz! Seit November 2017 gibt es zudem eine neue Frühstückskarte und die mussten wir natürlich testen. Ein Manko vorab: Eine aktuelle Speisekarte findet man online leider nicht und eine Reservierung ist telefonisch nicht möglich, am besten per E-Mail oder Facebook probieren.

„Brüher´s wholeday Breakfast“ – den ganzen Tag lang schlemmen

Wie der Name schon verrät, kann man bei den Brühern den lieben langen Tag Frühstück genießen und man begibt sich zudem auf eine kleine Reise: nach Frankreich, Israel, Dänemark und natürlich auch nach Österreich. Das Angebot reicht von arabischen Köstlichkeiten wie „Toast´Aviv“ mit Fuxy´s hausgemachtem Humus, Olivenöl, Koriander und Kresse (€ 4,50) oder „Humus Tahini“ mit Humus und Tahina, Gemüsesticks, frischen Kräutern und Vollkornbrot (€ 5,90) über dänisches „Smørrebrød“, bestehend aus Krustenbrot mit Bio Butter & Schnittlauch (€ 3,50), bis nach Frankreich, das durch ein „heißes Croissant“ vertreten ist – inkl. Bio Butter (€ 2,50 – 10 Minuten Wartezeit). Marmelade oder Nutella können hier wahlweise um € 0,80 dazubestellt werden. „Hanswurst & Co“ beinhaltet Schinken, Hartwurst, Camembert, Joghurtkäse, Essiggurkerl und Silberzwieberl, Krustenbrot mit Frischkäse und Butter (€ 6,50). Unser „Avocado Toast“ mit Ei, Radieschen, Honig und frischen Kräutern (€ 5,50) war eine Augenweide und auch geschmacklich muss er sich nicht verstecken.

Für die Müslifraktion

Wir hätten gerne den „Guten Morgen Porridge“ mit Bio Hirse, Heidelbeeren, Honig und Zimt bestellt (€ 5,50), der war allerdings leider nicht verfügbar. Darum haben wir uns für das Müsli entschieden: Dieses kommt daher mit Honigmüsli, griechischem Joghurt, frischen Beeren (bei uns mit Himbeeren und Heidelbeeren) und gehobelten Mandeln (€ 5,50). Die Beeren waren frisch und das Müsli im Gesamten nicht zu süß (scheint ganz ohne raffinierten Zucker auszukommen) und wirklich köstlich.

Laut Karte gibt es außerdem ein Tagesspecial in der Vitrine – recherchiert man etwas auf Instagram, kann das etwa ein Kuchen oder beispielsweise ein Chiapudding sein. Leider gabs bei unserem Besuch keines.

Eierlei

Die Eierspeisen bieten für jeden Geschmack etwas, die Eier stammen aus Freilandhaltung. „Max & Moritz“ besteht aus 1 Scheibe Schwarzbrot, 2 Spiegeleiern, Käse und Wurst (€ 5,90). „The Green Egg“ liefert neben dem Ei auch eine Avocado, Cottage Cheese, Erbsenkresse und Olivenöl (€ 5,90). Der „Englishman“ hat alles, was ein anständiges Katerfrühstück braucht: 2 Eier (jedes weitere Ei kostet hier € 1,50), Bacon, Baked Beans und Rostbratwürsteln (€ 7,90). Wir haben uns für den „Schulschwänzer“ mit einer Scheibe Schwarzbrot, 1 Spiegelei und Schnittlauch (€ 3,50) entschieden – benotet wird dieser als sehr solide, weil in der Machart recht einfach, aber schmackhaft. Möchte man ihn aufpeppen mit Schinken oder Bacon zahlt man € 1,00 extra.

Einen an der Waffel

Waffeln sind seit Anbeginn der Brüher das Kerngeschäft, diese dürfen deshalb auch auf der neuen Karte nicht fehlen: „Banana Nana“ ist eine Waffel mit Banane, Ahornsirup, Walnüssen und Schokosauce (€ 5,50). Der „Yogibear“ ist die „leichte“ ;-) Variante mit griechischem Joghurt, frischen Beeren, Zucker, Honig und Mandeln (€ 5,90). Als „Plain“ gibts die nackte Waffel mit einem Topping nach Wahl: Zucker, Honig, Agavendicksaft oder Ahornsirup (€ 3,50). Waffel ja, aber nicht zu süß? Kein Problem: „Einen an der Waffel“ bekommt man mit Schafkäse, Zwiebel, Ei, Sri Racha (scharfe Chilisauce) und Koriander (€ 5,50). Unsere süße Wahl „Winterwonder“ kommt herrlich winterlich daher mit Zwetschkenröster (aus dem Glas, aber durchaus gut), Apfelmus, Schlagobers und Zimt (€ 5,50).

Generell gibt es die Möglichkeit, alternatives Gebäck zu bestellen, glutenfreie Varianten kosten € 0,50 extra. Ist man mit mehreren Freunden unterwegs, lohnt sich das Spezialangebot „In die Mitte“: 4 ausgewählte Speisen für € 19,00 oder 6 für € 29,00.

But first coffee!

Dieses Motto sollte in einem Café namens Die Brüher wohl oberste Priorität haben und so ist es auch. Vom klassischen Espresso (€ 2,90) über Spezialbrühungen wie den Flat White (€ 3,80) oder einen Kaffee aus der French Press (€ 4,90) bis zum Matcha Latte (€ 3,60) findet jeder Kaffeeliebhaber seinen Favoriten. Und wer was zu feiern hat: Prosecco gibt’s auch (€ 6,00). Und natürlich auch Alkoholfreies wie Makava Eistee, Chari Tea, Mineral, Cola etc. Wir hätten gerne einen Kaffee aus der Aero Press getestet, dieser war aber leider nicht verfügbar. Besonders zu loben ist aber die Initiative „Coffee To Go – Cup To Keep“, bei der die Brüher teilnehmen und die die Nachhaltigkeit auf folgende Weise unterstützt: Komm mit deinem eigenen Becher und spare 20 Cent beim Kauf eines Heißgetränkes (und spare der Umwelt dafür einen Wegwerfbecher).

Positiv hervorzuheben sind auch die durchwegs frischen Zutaten, die verwendet werden: Ob es die Beeren sind oder die Kräuter. Auch die Waffeln und Müslis werden frisch zubereitet – was man im Übrigen selbst beobachten kann, weil das Lokal wirklich überschaubar ist (ca. 10 Sitzplätze auf Hochstühlen) und man dem Servicepersonal über die Schulter schauen kann. Die Wartezeit kann mitunter lange ausfallen. Während der erste Kaffee relativ rasch am Tisch stand, warteten wir auf unser Frühstück über 45 Minuten. Das ist vermutlich auch dem Umstand zu schulden, dass nur ein Mitarbeiter vor Ort war, der neben den Frühstückgästen auch die „Coffee to go“-Laufkundschaft bewältigen musste. Dementsprechend gab es keine frischen Wassergläser und Tische wurden lange nicht leer geräumt. Der Servicemitarbeiter war allerdings sehr freundlich, erklärte uns alles und entschuldigte sich auch dafür, dass alles etwas länger gedauert hat.

Im Sommer 2016 organisierte man gemeinsam mit „Yoga is Bliss“ mehrmals die Kombination „Sunshine Yoga“ im Freien mit anschließendem „Brüher Brunch“ in Urfahr – bleibt abzuwarten, ob solche spannenden Konzepte auch in Zukunft wieder locken.

Fazit

Die Frühstückskarte der Brüher bietet einige echte Highlights und wer die Standard-Melange für eine Zumutung hält und Handgebrühtes bevorzugt ist hier definitiv richtig – für ein „schnelles Frühstück“ mit Top-Service ist man allerdings leider an der falschen Adresse.

Quick Facts

coffee

Dauer, bis der 1. Cappuccino serviert wurde: 8 Minuten 46 Sekunden

info

Kleiner Shop mit Snacks und Kaffee, Selbstbedienung, kleiner Gastgarten, auch für Catering oder Workshops buchbar (z.B. mit Coffeebike), auf der Website gibts einige Tipps für Kaffee-Aficionados zur Zubereitung, WLAN.

allergie

Laktose- oder glutenfreie Varianten sind auf Anfrage erhältlich.

Bewertung

Preis/Leistung: vollvollvollvollvollleer
Service: vollvollvollleerleerleer
Qualität: vollvollvollvollvollleer
Auswahl: vollvollvollvollvollvoll
Ambiente: vollvollvollvollvollleer

Infos

Bargeldlos zahlen: Nur Bargeld
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 9.30 bis 18.00 Uhr, Sonntag von 10.30 bis 16.00 Uhr (an Feiertagen geschlossen)
Erreichbarkeit: Straßenbahnhaltestelle Rudolfstraße gleich gegenüber (Straßenbahn Nr. 1, 2, 3, 4, 50)

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