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location Linz

Deli Linz

Wer auf Superfoods und Vitaminkick steht, kommt in Linz nicht am Deli Linz (das bis Juli 2018 noch Nom Nom hieß) vorbei: Das Lokal in der Linzer Herrenstraße ist vor allem für seine frisch zubereiteten Smoothies und Bowls bekannt. Vieles besteht aus Rohkost und ist neben gesund auch wirklich köstlich. Das neue Selbstbedienungskonzept kann allerdings zur Geduldsprobe werden.

Frühstück wird im Deli Linz Montag bis Samstag beinahe den ganzen Tag angeboten (10.00 bis 17.00 Uhr – samstags bereits ab 9.00 Uhr). Mix & Match heißt es im überschaulichen aber feinen Frühstücksangebot: Man hat die Wahl zwischen belegten Broten, Bowls und Süßem.

Drei verschiedene belegte Brote stehen auf der Karte (jeweils € 3,30): Vollkornbrot mit roter Rübe/Kren-Aufstrich, Kren und Humus (war bei unserem Besuch leider aus); Vollkornbrot mit Avocado, Gurke und Kresse; Vollkornbrot mit Erdnussmus, Bananen und geschrotenen Kakaobohnen (Kakao Nibs). Das Brot kommt von der Bäckerei Buchegger aus Andorf und wird getoastet und warm serviert – was wirklich gut schmeckt. Es gibt auch selbstgemachte Mehlspeisen: XXXL-Brownies und Karotten-Kokos-Kuchen (jeweils um € 3,40).

Alles rund: die Bowls

Zum Frühstück oder für den Hunger zwischendurch werden Bowls – also Schüsseln voll mit (hauptsächlich) gesunden und meist rohen Köstlichkeiten – angeboten:

Die „Frühstücks-Bowl“ (€ 6,80) enthält weiße Bohnen, Tomaten, Salat, Coleslaw, Bio-Spiegelei, Speck, Hanfsamen und gewürfeltem Roggen-Vollkorntoast – die richtige Wahl für alle Freunde von englischem Frühstück. Die „Porridge Bowl“ (€ 6,30) fällt für den Preis zwar etwas klein aus, ist aber ein Kracher mit Bio-Haferflocken, Banane, Apfel, Heidelbeere, Mandeln, rohem Kakao, Kakaobohnen, Ahornsirup, Zimt und Hafermilch.

Zum Frühstück gibt’s außerdem noch zwei süße Bowls (jeweils € 6,30). „Sweet 1“ kommt daher mit einem Mus aus Banane, Erdbeere, Heidelbeere, Himbeere, Passionsfrucht. Oben drauf: Banane, Passionsfrucht, Kokosflocken, Chiasamen, Mandeln, Ahornsirup, Chrunchy. Bowl „Sweet 2“ besteht aus einem Mus aus Banane, Spinat, Weizengras, Apfel, Weintraube, Basilikum, Ahornsirup. Oben drauf kommt Banane, Kokosflocken, Cranbeere, Kakaobohne und Agavensirup. Wer’s lieber deftig mag, kann auch die pikanten Bowls – von „Low Carb“ über „Bio Beef“ bis „Yellow Tuna“ – zum Frühstück essen. Diese sind aber auch länger, nämlich immer bis 21 Uhr, erhältlich.

Frische Früchtchen – die Smoothies

Auch im Saft-Sortiment zeigt man sich im Deli Linz von der kreativen Seite: Man bietet von Fitz Cola, über Makava bis Pona vieles an. Das Getränke Go-to sollte aber ohnehin ein Smoothie sein – schließlich hat man sich darauf spezialisiert. Es stehen drei verschiedene Smoothie-Varianten aus 100 Prozent reiner Frucht um jeweils € 5,60 /0,35 l auf der Karte: „Der Power Drink“ mit Erdbeere, Himbeere, Heidelbeere, Ananas, Orange und Roter Rübe. „Der Tropische“ wird aus Mango, Orange, Ananas, Chiasamen, Maca, Kokosmilch und Passionsfrucht gemixt und „der Muntermacher“ besteht aus Avocado, Spinat, Weizengras, Agavensaft, Ananas, Orangensaft, Basilikum und Weintrauben. Die Smoothies fallen groß aus, sind frisch und nicht zu süß, allerdings ist der Preis schon ein stolzer!

Der Java Bio Kaffee wird mit einer Siebträgermaschine (€ 2,80) zubereitet. Für spezielle Kaffeevorlieben wurde im Nom Nom auch Handgebrühtes aus der Aeropress oder der V60 angeboten – das scheint es im Deli Linz leider nicht mehr zu geben. Im Sommer bietet man aber immerhin Iced Espresso (€ 2,40) und Latte (€ 3,90) an. Milch gibt es ausschließlich in BIO-Qualität, alternativ auch laktosefrei oder Hafermilch. Tee „Vonatur“ von Bergkräuter bis Schwarztee (je € 2,90).

Das Ambiente ist durchaus gemütlich, wobei die Hochtische kein allzu langes Sitzen zulassen. Die Plätze draußen lassen uns länger verweilen, da das Treiben der Herrenstraße direkt an uns vorbeizieht. Die Hintergrundmusik könnte für unseren Geschmack etwas dezenter ausfallen. Alle Produkte werden laut Eigenaussage wenn möglich immer in BIO-Qualität bezogen, auf Regionalität und Nachhaltigkeit legt man Wert. Was uns leider negativ ins Auge gestochen ist, waren die Wartezeiten. Der (für uns sichtbare) einzige Mitarbeiter nimmt am Tresen im Eingangsbereich die Bestellung auf, bereitet die Getränke und Speisen zu und bringt sie dann auch an den Tisch. Bei viel Besuch kann das mitunter länger dauern – dafür war man uns gegenüber aber sehr freundlich. Dieses Konzept der Selbstbedienung gibt es erst seit der Neuübernahme und dem ist wohl auch geschuldet, dass bei unserem Besuch einiges an schmutzigem Geschirr auf den Tischen herumstand. Im Vergleich zum ehemaligen Nom Nom scheint der doch spürbare Kostenaufschlag auf alle Speisen hier leider nicht unbedingt gerechtfertigt.

Fazit

Wer sich bewusst ernährt und genau wissen will, welche Zutaten sich in seinem Essen verstecken, hat im Deli Linz seinen „Partner in Crime“ gefunden. Ausbaufähig ist das Service bezüglich Wartezeiten und Abräumen der Tische.

Quick Facts

coffee

Dauer, bis der 1. Cappuccino serviert wurde: 6 Minuten 24 Sekunden

info

WLAN, Zeitungen, Terrasse

allergie

Bei der Milch gibt es auch laktosefreie Varianten (Hafer- und laktosefreie Milch), glutenfreie Alternativen werden momentan nicht angeboten.

Bewertung

Preis/Leistung: vollvollvollvollleerleer
Service: vollvollvollvollleerleer
Qualität: vollvollvollvollvollvoll
Auswahl: vollvollvollvollleerleer
Ambiente: vollvollvollvollleerleer

Infos

Bargeldlos zahlen: Bankomat- und Kreditkarten
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 09.00 bis 22.00 Uhr
Erreichbarkeit: Straßenbahn Nr. 1, 2, 3, 4 (Taubenmarkt), dann ca. 5 Minuten zu Fuß

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