ZU DEN FACTS & BEWERTUNG triangle

location Wien, 4. Bezirk

Heuer am Karlsplatz

Nachdem das Kunsthallen Café letztes Jahr zusperrte, sind wir einer kurzen Panikattacke erlegen. Aber nun können wir aufatmen: Ein neuer Pächter, Andreas Wiesmüller, hat den schönen Platz übernommen und „aufgemotzt“. Nach einer kurzen Schonfrist (die zu kurz war, wie wir beim zweiten Test am Wochenende feststellen mussten), haben wir uns zum Frühstück eingefunden und können wir fast nur Gutes berichten. Auf jeden Fall sind wir sehr angetan vom Interieur, denn statt „cool & ein bissl abgefuckt“ gibt’s jetzt eine neu positionierte stylishe Bar, eine etwas erwachsenere, stilvolle Einrichtung (Bankerl! Thonetsessel!), schwarze Lampenschirme und ein riesiges Wandregal voller Hingucker – nämlich allerlei eingelegte Köstlichkeiten.

Und auch vor der Tür wird es  spannend: ein Urban Farming-Projekt steht an! Frühstücken kann man im Heuer am Karlsplatz (mittlerweile) nur mehr am Wochenende bzw. an Feiertagen. Die Auswahl ist begrenzt, aber das stört uns nicht, solange das Frühstück schmeckt. Ganz oben auf der Karte: die sogenannte „Basis“, die innerhalb der ersten 2 Wochen schon umgewandelt wurde – statt € 6,80 kostet sie € 4,80 und inkludiert Handsemmel, Butter, Kresse und selbstgemachte Marmelade – das Ei und das gute Brot sind leider nicht mehr dabei. Für eine Semmel, 10 Halme Kresse und Marmelade finde ich € 4,80 eher übertrieben. Die Basis muss übrigens nicht konsumiert werden, um die anderen Produkte bestellen zu können.

Und das steht sonst noch auf der Frühstückskarte: Bircher Müsli mit Granola um € 3,10, Porridge mit Ahornsirup und Bananen um € 3,80, Beinschinken (nicht so mein Geschmack gewesen) und Butterkäse (sehr gut!) um € 4,50 (kleine Portion), Frenchtoast mit Apfel/Speck (€ 4,80), Lehmofenflade mit Cheddar (€ 3,10), Schnittlauchbrot (€ 2,10), Kleines Gulasch (ja echt!) um € 8,50 – dafür mit Gebäck, Duck & Waffles um € 12,50 (wer hätte gedacht, dass Gulasch zum Frühstück noch getoppt werden kann; es handelt sich hierbei um eine Entenhaxe auf einer Waffel, die wir beim zweiten Versuch ebenfalls probiert haben – schmeckte sehr gut, aber im Vergleich zu einer Portionsgröße einer Hauptspeise, halt eher Luxus). Fruchtig & frisch wird die Karte dann abgerundet: 4 Früchte um € 3,50 oder 4 Gemüse um € 3,50. Für Süße gibt es Marillenpalatschinken um € 1,80/Stück. Neben Handsemmeln und Schwarzbrot kann man übrigens auch Lehmofenfladen (aus dem eigenen Ofen) oder Croissants bestellen.

Der Kaffee stammt aus der Rösterei Triest, der Tee aus der Saint Charles Apotheke. Beides probiert – der Tee hat in diesem Fall ausnahmsweise gewonnen und die Daisan-Teesackerl waren ja sogar dem Rondo einen Bericht wert. Dafür muss am perfekten Milchschaum noch gearbeitet werden. Das Service war unter der Woche sehr zuvorkommend, der Kakao des Kleinkindes wurde vom jungen Kellner selbständig auf Trinktemperatur gekühlt und der Kindersitz proaktiv angeboten. Am Wochenende und nach der aktuellen Berichterstattung muss man allerdings gutes Sitzfleisch mitbringen und rechtzeitig reservieren: Personal – wie leider üblich in neuen Lokalitäten – sehr verwirrt. Mein Rhabarber Shrub wurde nicht geliefert und das nachbestellte weiche Ei leider erst 25 Minuten nachdem ich mein restliches Frühstück gegessen hatte.

Fazit

Gute Voraussetzungen, wenn das Team eingespielt und manche Preise auf der Karte nochmal überdacht werden. Der Karlsplatz darf nicht Schönbrunn werden ;-)

Quick Facts

coffee

Dauer, bis der 1. Rosen-Lavendel-Kamillen Tee serviert wurde: 4 Min. 18 Sekunden

info

Kindersitz, WLAN, großer, vom restlichen Lokal abgetrennter Raucherbereich, Terrasse, bald auch Urban Farm („Karlsgarten“ nebenan, Kunsthalle Wien im gleichen Gebäude

allergie

Laktose: Sojamilch und laktosefreie Milch (Aufpreis von 20 Cent)

Bewertung

Preis/Leistung: vollvollvollvollleerleer
Service: vollvollvollvollleerleer
Qualität: vollvollvollvollvollleer
Auswahl: vollvollvollleerleerleer
Ambiente: vollvollvollvollvollleer

Infos

Bargeldlos zahlen: Bankomat und Kreditkarten
Öffnungszeiten: täglich 9.00 bis 2.00 Uhr
Erreichbarkeit: U1, U4 Karlsplatz

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Alle Informationen wie Preise, Öffnungszeiten etc. sind ohne Gewähr. Änderungen durch die Lokale vorbehalten.

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13 Kommentare zu "Heuer am Karlsplatz"

marion sagt:

wir haben es wieder einmal probiert, mehr aus einer Notlage heraus, aber es war eine positive überraschung: 11 uhr samstag vormittag relativ wenig los & genügend plätze zum aussuchen, milchkaffee dauerte etwas länger, dafür war das vegane frühstück umso schneller am tisch. ein lauwarmes fladenbrot mit gegrillten zuccini, melanzanie & zwei süßkartoffelscheiben auf hummus war ausgesprochen gut. auch das birchermüsli im glas schmecke super, da nicht zu süß. diese kombi zum frühstück hatte ich bisher sonst nirgends, das spricht eindeutig für ein wiedersehen im heuer.

Dani sagt:

Erfreulich!

Nicola sagt:

Sie haben den French Toast von der Frühstückskarte genommen! War der einzige Grund, ins Heuer zu gehen – da die Frühstückskarte sonst ein wenig … eigen ist. Weg ist er, der French Toast. Auf der Kreidetafel hinter mir stand was von Waffeln mit Eis und irgendwas. Als ich leise fragte, ob man denn … kam sofort die vernichtende Antwort: „Das gibt’s erst ab 12!“

Frage: warum steht es dann schon vormittags auf der Tafel? Kann man dann nicht zumindest drüber schreiben „Erst ab 12 Uhr. Unsere Küche ist streng“
(Ein Satz, den meine Begleiter – ich hatte ja meinen French Toast – übrigens jedes Mal im Heuer zu hören bekommen haben … sehr amüsant ;)

Baba Heuer

Genoveva sagt:

Wir waren heute das erste Mal beim Heuer und wahrscheinlich auch das letzte Mal. Nachdem wir ca 20min gewartet haben um eine Bestellung aufgeben zu können, wurde die Frage ob man statt dem gegrillten Schwarzbrot zum Omelett (Euro 7,90) ein Schnittlauchbrot haben könnte mit dem Satz vom Kellner kommentiert: „Da bringen Sie mich aber ganz schön in Schwierigkeiten, da bekomme ich Ärger mit der Küche.“ Na gut, dann nahmen wir eben das Schnittlauchbrot um Euro 2,70 zusätzlich. Zum Glück. Denn wie sich heraus stellte, war das Brot nur eine halbe Scheibe…

Der zu Beginn bestellte Kaffee kam erst auf Nachfrage, kommentiert mit den Worten: „Haben Sie Kaffee bestellt?“ Da hat es uns auch nicht mehr gewundert, dass wir für einen Milchkaffee, einen Cappuccino, ein Cola, ein „Essigwasser“ mit halber Zitronenscheibe, ein Omelett u eine vegane Vorspeise Euro 33,70 bezahlt haben, natürlich erst, nachdem wir eine unangemessene Wartezeit absolviert haben, das Personal war restlos überfordert.

Die Preise und die Leistung stehen in einem mehr als unangemessenem Verhältnis… Schade, das Essen war nicht schlecht, aber auch nicht besonders lobenswert.
Anschließend sind wir essen gegangen, wir waren noch hungrig…

Wir wünschen dem HEUER alles Gute und Erfolg

Markus sagt:

Leider nicht so toll. Das alte Cafe Kunsthalle am Karlsplatz war eines meiner Lieblingslokale: War zigmal dort, jedesmal dasselbe: Stets überdurchschnittliches Essen, gute Atmosphäre und lange Wartezeiten. Davon sind nur die Wartezeiten geblieben: Insbesondere das Essen fällt massiv ab und ist unerwartet schlecht. Schade, dass daraus nicht mehr wurde. Mir kommt vor, die Gästefrequenz nimmt auch schon deutlich ab.

coco sagt:

enttäuschend, das frühstück vegan um 8 € mit vier gurkenscheiben vier karottenscheibem und für minischeiben brot absolut überteuert! der shrub schmeckte nach essig, wartezeiten sehr sehr lange, das lokaö funktioniert nur wegen der lage/terasse, denn preis/leistung stehen in keinem verhältnis!!!

Dos sagt:

Hübsches Design, tolle Lage, nette Terrasse – das wars dann aber auch schon am Positiven.

Personal ist bislang völlig überfordert, unzumutbare Wartezeiten sind die Folge. Die Auswahl an Frühstück ist sehr bescheiden, was kommt ist qualitativ ok, aber überteuert und die Portionsgrößen sind lächerlich. Der Café hat auch noch ordentlich Spielraum nach oben. Die bislang so netten Liegestühle sind weg, die Couches auch, dafür werden Gäste wie in Legebatterien zusammengedrängt. Schade um das bisher wirklich nette Kunsthallencafé Karlsplatz.

Kris sagt:

Waren vor gut 2 Wochen an einem Samstag vor Ort, relativ spät (ca. 13 Uhr) für ein Frühstück, aber da es noch zu dieser Zeit angeboten wird, haben wir es gleich ausprobiert.

Was soll man sagen? Das Personal war überfordert (mir schien sogar fast, dass eine Kellnerin für den ganzen Innenbereich zuständig war), ich musste mehrmals zum Bestellen aufstehen bzw. das Bezahlen ebenfalls im Stehen erledigen.
Die Wartezeit war für die bestellte Speise (1x Veganes Frühstück, 1x Heuer Frühstück) gigantisch! Um es zu verdeutlichen: wir tranken in der Zeit jeweils 2 Capuccinos. Um es erneut zu verdeutlichen: das vegane Frühstück bestand/besteht aus lieblos geschnittener und angerichteter Rohkost und einem (zugegeben leckeren) Mini-Humus (ca. 2cl) – zwar ist es das billigste Frühstücksset auf der Karte (ich erinnere mich an irgendwas mit 6-7Eur), aber selbst für diesen Preis eine Unverschämtheit (Produktwert wahrscheinlich eher 0,80-1,20Eur); da freut sich der Low-Carb-Anhänger selbst über die Unmengen an Gratisbrot nicht.
Das Heuer-Frühstück war geschmacklich natürlich besser, aber der Preis war hier ebenfalls maßlos übertrieben. (Preis/Leistung/Portions-Verhältnis praktisch nicht existent)

Summa summarum: Ambiente Top, Preise Flop, Portionen Flop, Bedienung wird sich mit der Zeit einspielen. Ich erinnere mich lieber mit schönen Gedanken an das alte Kunsthallencafé und die interessanten Frühstückssets, die es hier früher gab. Das HEUER werde ich wohl in Zukunft nur für einen Drink besuchen.

daniela sagt:

wir hatten heute im heuer einen wunderbaren vormittag.
die mitarbeiter waren sehr freundlich, zuvorkommend und die bestellten speisen kamen schnell.
das frühstücksangebot war reichlich, gut gewählt und zusammengestellt.
die portionen sind austeichend.
bezahlt haben wir etwas mehr als in anderen lokalen mit gleich hoher qualität, das stimmt.
wir kommen aber wieder. ;)

Michi sagt:

Das Ambiente ist toll – wirklich gut gelungen!
Das Angebot ist jedoch zu klein, die Preise vollkommen überzogen und die Portionsgrößen sind ein Scherz! Zum frühstück werde ich nicht mehr kommen. Eventuell für einen Drink.

Isabella sagt:

Tja ich muss mich leider denbeiden Vorkommentatoren anschließen: man sitzt sehr beträufeln derTerrasse, aber die Bedienung war extrem langsam und unaufmerksam und das unserer Meinung schon ziemlich teure Frühstück (12,50 OHNE Getränk, das Kännchen heiße Wasser mit einem Teebeutel kostet dann extra 3,70) sehr überschaubar und eigentlich auch leider nach nicht viel schmeckend. Der Cheddar in der zwar köstlichen Lehmofenflade hat eher nach Analogkäse geschmeckt und zudem wurde eigentlich die ohne Cheddarbestellt, da es aber das erste und wahrscheinlich auch letzteMal dort war, sind wir erst beim neuerlichen Blick in die Karte draufgekommen, dass dieser Hauch von Nichtsschmeckendem gleich 1,3 Eur mehr kostet ….
Also ich glaube mich sehen sie dort nicht mehr, da gibt’s besseres in Wien!

Carlo sagt:

Nachdem ich mich als Nachbar und Kunsthallen Fan sehr auf die Neueröffnung gefreut habe war auch ich ziemlich enttäuscht nach dem Besuch. Dass das Personal noch nicht eingespielt ist ist die eine Sache. Dass man aber eher unfreundlich bedient wird und ewig wartet bis dann viel zu kleine überteuerte Speisen daherkommen die andere.
Bin normal niemand der sich schnell über Restaurants aufregt aber dass HEUER hat mich nur in der Einrichtung überzeugt, alles andere ist überteuert und uncharmant. Schade drum!
Wer gern zu viel für zu wenig Essen bezahlt der ist hier bestimmt gut aufgehoben.

Lisa sagt:

Leider sehr enttäuschend. Es hat 45 min. gedauert, bis das Frühstück da war. Der Kaffee wurde vorab serviert, und war somit schon kalt, als das Frühstück kam. Mein „Bircher Müsli“ hatte die Größe eines kleinen Desserts. Das Schnittlauchbrot war ein Toastbrot (nicht getoastet) und war komplett versalzen. Das Heuer Frühstück kostet fast 13 EUR, die Portionsgröße ist aber lächerlich. Unsere Tischnachbarn wollten Mittagessen bestellen, was aber nicht ging weil die Küche so überfordert war, dass kein Essen mehr serviert wurde. Das Personal war zwar nett, aber gestresst und überfordert mit den vielen Gästen. Das Heuer wird uns leider nicht mehr sehen.

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