ZU DEN FACTS & BEWERTUNG triangle

location Wien, 1. Bezirk

Café Landtmann

DAS Landtmann. Jeder kennt es und wer etwas auf sich hält, trifft sich dort zum Businessfrühstückstermin. Viele Politiker meeten dort, weil es nahe am Parlament liegt und bekannte Medienmacher sind ebenfalls täglich dort. Das Landtmann, das übrigens 1873 von Franz Landtmann gegründet wurde, war eben immer schon eine Institution und das wussten auch schon Peter Altenberg, Sigmund Freud oder Romy Schneider. Das Café ist zwar sehr groß (großer Gastgarten im Sommer, ein moderner Wintergartenbereich und der klassische Kaffeehausbereich), aber dennoch oft sehr voll. Frühstücken kann man täglich ab 7.30 Uhr – die meisten Kombinationen kann man bis 11.30 Uhr bestellen, aber zwei werden sogar bis 15.30 Uhr serviert.

BesucherInnen mit ausreichendem Frühstücksbudget wählen aus verschiedenen Kombinationen. Für den kleinen Hunger empfiehlt sich das „Kipferl Frühstück“ (Melange, Caffè latte, Großer Brauner oder Tee nach Wunsch, 1 Landtmann Briochekipferl, 1 Portion Butter, 1 Glas Staud’s Marmelade oder Honig, 1/8 L frischer Orangensaft um € 12) oder das „Wiener Frühstück“ (Melange, Caffè latte, Großer Brauner oder Portionskännchen mit Kaffee/Assam Tee/English Breakfast Tee/Heiße Schokolade, 1 Portion Butter, 1 Glas Staud’s Marmelade oder Honig, 1 weiches „Bio Freilandei“ um € 8,50). Für den größeren Hunger (und die noch dickere Brieftasche) stehen folgende Kombinationen zur Auswahl: „Erweitertes Wiener Frühstück“ (Melange, Caffè latte, Großer Brauner oder Portionskännchen mit Kaffee/Assam Tee/English Breakfast Tee/Heiße Schokolade, 1 Portion Butter, 1 Glas Staud’s Marmelade oder Honig, Schinken, Hütten- und Schnittkäse, 1 weiches „Bio Freilandei“, 1/8 l frischer Orangensaft um € 13,50), „Haus Frühstück“ (Melange, Caffè latte, Großer Brauner oder Portionskännchen mit Kaffee/Assam Tee/English Breakfast Tee/Heiße Schokolade, 2 Eier im Glas, 1 Buttersemmel, 1/8 l frischer Orangensaft um € 13), „Franz Landtmann Frühstück“ (1 Portion Butter, 1 Glas Staud’s, Marmelade oder Honig, Frisches Obst, Joghurt natur, auf Wunsch mit Müsli, Schinken, Hütten- und Schnittkäse, 1/8 l frischer Orangensaft um € 14,50) und das „Full English Breakfast“ (Gebratener Speck, Frankfurter, in Tomatensauce gekochte Bohnen auf Toast, Paradeiser, 3 Eier um € 9,50). Kipferl, Gebäck und Schnittlauchbrote können extra bestellt werden!

Wir hatten das „Franz Landtmann Frühstück“ und zusätzlich ein Schnittlauchbrot, ein weiches Ei und ein Briochekipferl. Wie erwartet hat alles gut geschmeckt. Was uns aber enttäuscht hat, war die Art und Weise wie das Frühstück angerichtet war. Schinken und Käse lagen etwas verloren am Teller und auch die Früchte für das Joghurt, die extra serviert wurden, lagen „lose“ am Teller herum. Etwas Deko hätte beiden nicht geschadet. Das Service im Landtmann (und auch in den übrigen Querfeld-Betrieben wie zB dem Café Museum) ist 1a. Auf den typischen Wiener Kaffeehausgrant verzichtet man hier glücklicherweise! Aufmerksam, schnell und mit Wiener Schmäh werden Bestellungen aufgenommen und Reklamationen entgegengenommen.

Fazit

Für qualitätsbewusste Frühstücksnetzwerker.

Quick Facts

coffee

Dauer, bis die 1. Melange serviert wurde: 3 Min. 14 Sekunden

info

WLan (Freewave), große Auswahl an Tageszeitungen, schöner Gastgarten

Bewertung

Preis/Leistung: vollvollvollvollleerleer
Service: vollvollvollvollvollvoll
Qualität: vollvollvollvollvollleer
Auswahl: vollvollvollvollleerleer
Ambiente: vollvollvollvollvollleer

Infos

Bargeldlos zahlen: Bankomat und Kreditkarten
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 07.30 bis 24.00 Uhr
Erreichbarkeit: 1,2 und D, U2 Schottentor bzw. U3 Herrengasse, mit dem Fahrrad über den "Ring Radweg" oder mit dem Auto bis zum Universitätsring Höhe Burgtheater

Kategorien FÜR DIESEN ARTIKEL

Alle Informationen wie Preise, Öffnungszeiten etc. sind ohne Gewähr. Änderungen durch die Lokale vorbehalten.

Lokale in der Nähe von Café Landtmann:

1 Kommentar zu "Café Landtmann"

Sangrail sagt:

Das Landtmann ist schon etwas einzigartiges, meiner Meinung nach sogar das eleganteste Kaffeehaus der Stadt. Das Imperial, das dem Landtmann in dieser Hinsicht konkurrierte, wurde unlängst auf eine zwar interessante, aber dennoch hybride Weise renoviert, so dass eine Mischung aus den 1930er Jahren und Modernität entstanden ist und die Eleganz ist z. T. weg. (Keine Teppiche, keine Garderobe, dafür völlig unnützer Musiksmog aus Lautsprechern.)

Landtmann dagegen hat seine Stileinheit bewahrt (na, der gläserne Schanigarten ist gewöhnungsbedürftig, aber als solcher ist auch er sehr elegant). Was mir besonders gefällt, ist nicht nur die typische Wiener Einrichtung mit vielen Nischen, sondern auch die perfekte Bedienung. Trotzdem komme ich nicht oft, denn: wenn ich Lust auf Kaffee habe, gehe ich irgendwohin, wo nicht Meinl serviert wird; wenn ich Lust auf etwas Süsses habe, gehe ich in ein Café, wo Mehlspeisen vor Ort oder mindestens in einer handwerklichen Qualität, in kleinen Mengen hergestellt werden (Demel, natürlich, aber auch Central, Beaulieu, alles nah). Landtmann muss inzwischen so viele andere Cafés beliefern (und dazu auch die Spar-Supermärkte und Merkur Hoher Markt!!!), dass von Exklusivität keine Rede sein kann. Die Torten verraten auch einen gewissen Hang zum Halbindustriellen, schmecken zwar gut, aber nicht so „echt“ wie etwa die von Demel (der doch auch eine Manufaktur am Stadtrand hat). Wenn ich bei Landtmann bin, erwarte ich etwas derart einzigartiges, wie das Café an sich ist, nicht Torten, die für den halben Preis in jeder Spar-Filiale zu haben sind.

Was bleibt also übrig? Die Atmosphäre und die Lage. Ab und zu habe ich Lust auf die Landtmann-Atmosphäre, ab und zu komme ich zu L., weil es genau in der Mitte meines Weges von der Inneren Stadt zu meiner Wohnung ist.

Kommentar verfassen: