Zweitbester
Erstbester kann ja jeder sein, haben sich die Betreiber des Lokales wohl gedacht und den Raum, in dem sich früher eine Konditorei befand, renoviert und cool gestyled. Unser erster Besuch ist schon wieder länger her und seit Kurzem steht statt “Frühstück” nun “Brunch” auf der Menükarte – ein zweiter Besuch im Zweitbester war die logische Konsequenz. Den Besucher begrüßt ein einfacher Estrich-Boden, eine Theke aus Sichtbeton und einige Wandteppiche, die sich gut als Ergänzung zum kargen Interieur machen. Im Zweitbester gibt es aber trotzdem viel zu sehen: von Klo-Sessions (= Konzerte) über unterschiedliche Köche (Musiker, Großmütter etc.) und auch das Brunchangebot kann sich sehen lassen!
Orlando di Castello (ODC)
Die Frühstückskarte, Eigentümer, Koch und Öffnungszeiten haben sich zwar geändert, aber das märchenhafte Interieur im Orlando di Castello ist uns auch nach der Neuübernahme im letzten Jahr erhalten geblieben. Und auch wenn die Einrichtung inzwischen schon etwas gelitten hat, das boudoireske Design von Stardesigner Denis Kosutic mit weißem Leder, Blümchentapete und Nieten sucht in Wien seinesgleichen. Das ODC teilt sich in Restaurant, Bar und Lounge – das Logo und die Blüten bleiben aber im gesamten Lokal das zentrale Thema.
Afro Cafe
Wo mischt Red-Bull-Chef Didi Mateschitz im Salzburger Land eigentlich nicht mit? Naja, wenn es denn zur Erweiterung der kulinarischen Vielfalt in der Umgebung beiträgt, solls mir nur recht sein
Eines der Gastroprojekte des Energy-Drink-Magnaten nennt sich „Afro Cafe“ und befindet sich mitten in der Landeshauptstadt in bester Gesellschaft: Touristenattraktionen wie Getreidegasse, Pferdeschwemme, Festspielhaus, Mönchsbergaufzug/Museum der Moderne, Haus der Natur etc. sind nämlich direkt „ums Eck“. Doch das Afro Cafe hebt sich in fast jeder Hinsicht von den typischen Salzburger Cafés – und eigentlich auch von Salzburg ganz allgemein – ab.
Café Amacord
Das Amacord liegt direkt neben dem Wiener Naschmarkt an der Ecke zur Schleifmühlgasse und ist mittlerweile eine Institution. Wenn man das Lokal betritt, möchte man seine Zigaretten, das Schreibheft und den Füller auspacken und inspiriert am nächsten Roman arbeiten. Ein Wiener Kaffeehaus, das aber atmosphärisch doch mehr an ein Café in Paris erinnert. Das Lokal besteht aus zwei Räumen: dem Hauptraum mit der Bar und ein kleiner Nebenraum, in dem man an weiß gedeckten Tischen Platz nehmen kann. Das Amacord bietet natürlich nicht nur Frühstück, sondern auch Mittagessen und sehr feines Abendessen inkl. guter Weine an und ist damit zu jeder Tageszeit einen Besuch wert.
Blaustern
Das Blaustern liegt zwar direkt am Döblinger Gürtel, die Terrasse ist aber trotzdem gemütlich und der Verkehrslärm nicht allzu störend. Die Tische sind auch draußen mit weißen Stofftischtüchern gedeckt und bieten damit im Gegensatz zur blitzblauen Markise einen frischen Kontrast. Das Frühstückspublikum ist großteils eine Mischung aus Beautiful & Trendy und Business & Laptop. Die einen möchten sehen und gesehen werden, die anderen verbinden einen geschäftlichen Termin gleich mit einem guten Frühstück oder einer Tasse hervorragenden Kaffee aus der hauseigenen Rösterei.
phil
Vom phil in der Gumpendorferstraße hatte ich schon viel (Positives) gehört und obwohl ich auch in der Nähe wohne, war ich vor unserem heutigen Frühstücksbesuch noch nie dort. Schade eigentlich – der Mix aus Café, Möbelgeschäft, Buchladen und Plattengeschäft ist nämlich wirklich gut gelungen und man fühlt sich dort gleich wohl – fast wie im eigenen Wohnzimmer. Ach ja, und DVDs gibt’s dort ja auch noch – die meisten davon UK-Importe. Zum Frühstücken stehen ein paar Tische bereit, die man allerdings nicht reservieren kann. Der frühe Vogel fängt den Tisch – es ist also kein Fehler, wenn man schon etwas früher dort ist, um auch sicher einen Platz zu finden. Die Möbel im Retro-Style können auch käuflich erworben werden.
Rasouli
Der im Sommer in ganz Ottakring beliebte und immer belebte Yppenplatz wirkt ab Oktober dann doch wieder ausgestorben – Frühstücken lässt sich’s aber auch in der kalten Jahreszeit ganz fabelhaft. Wir hatten Glück mit dem Wetter und konnten noch bei halbwegs warmen Temperaturen einen Tisch im Schanigarten des Rasouli besetzen. Innen ist es enger und es herrscht eher “Kantinenfeeling”. Zwar irgendwie gemütlich, aber große Holztische und Hocker sind nicht jedermanns Sache.
Caffé Latte – Neubaugasse
Das Caffé gehört seit Jahren zu den Klassikern der Wiener Frühstücksszene. Reichlich Auswahl, ein großzügiger Raucher- und Nichtraucherbereich, der schöne Gastgarten, gratis WLAN und die Top-Lage: Das Café in der Neubaugasse ist nahezu perfekt, um sich auf einen Einkaufsbummel in der nahen Mariahilferstraße oder den stylishen Läden der Umgebung einzustimmen. Der Vollständigkeit halber: Das Caffé Latte ist nicht nur ideal, um den Tag zu beginnen, sondern auch für die ein oder andere Stärkung dazwischen oder danach. Zusätzlich hofiert es seine Stammkunden mit Happy Hours, Prosecco Fridays und Geburtstagsgeschenken. Und das Konzept funktioniert, gibt es doch bereits eine Filiale am Hernalser Gürtel im 17.
POS – The Point of Sale
“Unkompliziert und lecker“ lautete das Resümee des ersten Beitrages über das POS hier im Blog vor zwei Jahren. Genau das erklärt auch, warum das „Point of Sale“ in der Schleifmühlgasse eines meiner bevorzugten „Frühstückslokale“ hier in Wien war. Das Publikum angenehm bunt, Preis-Leistung stimmt und die Auswahl ist sehr umfangreich: Von Kombinationen über zahlreiche Extras, selbst Menschen mit diversen Unverträglichkeiten können mehr als die obligatorische Eierspeise bestellen
. Kurzum: Ich bin Fan von. Oder eigentlich war. Und daher ist es Zeit für einen neuen Check.
Mole West
Eine Stunde Fahrt für ein Frühstück? Normalerweise würde ich mich darauf nicht einlassen, aber die Aussicht auf einen Kaffee mit Blick auf den Neusiedlersee machte mir die Entscheidung dann doch leicht. Großflächig verglaster Innenraum, Teakholz, Stahl und Eternit – die Mole West mit vorgelagerter Terrasse fügt sich perfekt in die herrliche Natur und die Landschaft ein. Das nach Süden ausgerichtete Café und Restaurant punktet mit einem wundervollen Ausblick auf den See und die Boote im Yachthafen – da kann es schon mal passieren, dass die Blicke länger schweifen, die Entspannung einsetzt, die Tagträume reisen – und das Frühstück dann doch länger dauert










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