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location Salzburg

The Green Garden

2013 haben die Neogastronomen Julia und Christian Platzer mit einem tollen Konzept die Salzburger Lokalszene mehr als bereichert: The Green Garden ist ein frisches vegetarisch-veganes Restaurant, wie man es in der Mozartstadt bisher vergeblich gesucht hat. In Kombination mit vorwiegend regionalen, nachhaltig produzierten Zutaten haben sie den Puls der Zeit getroffen. Vor kurzem wurde  versuchsweise der erste vegane Brunch angekündigt – eine Nachricht, die mein Frühstückerinnenherz mindestens einen Takt schneller schlagen ließ ;-). Da der Brunch aufgrund des großen Anklangs nun jeden ersten Sonntag im Monat stattfindet, darf er natürlich auch in der Liste der Salzburger Frühstücksoptionen nicht fehlen!

Das Konzept kennen routinierte Frühstücksfans vielleicht schon vom Glüxfall: Mittels am Tisch bereitliegendem Stift und Zettel stellt man sich sein Frühstück ganz individuell zusammen. Zu Beginn muss man sich jedoch erst einmal über die Größe des Hungers bewusst werden: „Small“ (1 Gebäck, Butter, 2 Add-ons für € 7,50), „Medium“ (2 Gebäck, Butter, 4 Add-ons für € 10,50) oder doch eher „Large“ (2 Gebäck, 1 Croissant, Butter, 6 Add-ons für € 15,-)? Die Entscheidung fällt gar nicht so leicht, besonders wenn man experimentierfreudig ist und am liebsten alle der angebotenen „Add-ons“ durchprobieren würde ;-). In der Kategorie „Deftiges & Aufstriche“ stehen Hummus, Erdäpfelkäs, Zwiebelmett, vegane Streichwurst, Auberginenkaviar und veganes Rührei vom Seidentofu zur Auswahl. Weiter geht’s mit der Sparte „Süße Verführung“, die Schokoaufstrich, rohköstliche Chia-Beeren-Marmelade, Brownies mit Macadamia, Pancakes mit Ahornsirup und Früchten, Pfirsich-Aprikosen-Maracuja-Marmelade sowie vegane Pofesen umfasst. Unter „Leichtes & Gesundes“ geben sich Apfel-Zimt-Hirse-Creme, Amaranth-Joghurt-Pop, Grüner-Apfel-Kiwi-Smoothie und Sunrise-Smoothie ein Stelldichein. Antipasti, Couscoussalat und mexikanischer Linsensalat vertreten die Kategorie „Salate & Imbisse“. Und „Für kalte Tage“ gibt’s noch ein Karotten-Mango-Süppchen mit Spieß, Chili sin Carne oder die „Quiche Surprisssseeeee“.

Bei meinen beiden Besuchen habe ich mich bereits fast durch die gesamte Karte gekostet, das heißt im Detail: Hummus, Erdäpfelkäs, Zwiebelmett, Auberginenkaviar, veganes Rührei, Brownies, Pancakes, Pofesen, Apfel-Zimt-Hirse-Creme, Antipasti, Couscoussalat, mexikanischer Linsensalat und die Quiche, die es mir besonders angetan hat :-).

Die Getränke, die übrigens nicht im Preis inkludiert sind, umfassen natürlich Kaffee (Marke „Portioli“; wahlweise mit Soja- oder Hafermilch) sowie eine recht umfassende Bio-Teekarte von Demmer mit Highlights wie Matcha Latte und verschiedenen Eisteevarianten.

Beim aktuellen Besuch hat der Frühstücksservice leider recht lange gedauert (obwohl wir die ersten Gäste waren, wurden die Tische rundherum früher „beliefert“), aber das Warten hat sich gelohnt: Sehr liebevoll und ästhetisch angerichtet, erweisen sich die Inhalte der Schüsselchen und Gläschen durchwegs als kleine Gaumenfreuden. Wenn man pingelig sein möchte, war die Hirse in der Apfel-Zimt-Hirse-Creme vielleicht ein wenig zu „al dente“ und beim veganen Rührei gibt es geschmacks- und konsistenztechnisch auch noch ein bisschen Luft nach oben (das mag aber vielleicht auch daran liegen, dass ich dieses Gericht über die letzten Jahre für mich persönlich perfektioniert habe :D). Die Frage nach der Herkunft der Eier stellt sich dafür aber nicht, denn solche sind bei veganem Essen ja bekanntlich tabu. Ansonsten setzt man im Green Garden auf bio und regional – dafür gibt’s von mir sämtliche Daumen nach oben!

Eine eigene kleine Abhandlung verdient der Brotkorb: Obwohl wir alle „Medium“ bestellt hatten, waren statt 2 fast 4 Gebäckstücke pro Person im Körberl – äußerst großzügig also. Die Qualität muss ich dabei als „durchwachsen“ bezeichnen, denn so toll die offenbar frisch gebackenen, noch warmen Oliven-Ciabatta-Stangerl geschmeckt haben (ein Traum!), so negativ sind die trockenen aufgebackenen Salzstangerl aufgefallen. Schade eigentlich …

Das Interieur des Lokals trifft mit „ein bisschen shabby, ein bisschen modern“ sowie den Farben Weiß, Grün und Dunkelbraun genau meinen Geschmack. Zu viert kann es an einem der kleineren Tische etwas eng werden, vor allem wenn man Tee bestellt, der mit Kanne, Sanduhr usw. serviert wird. Der Service ist grundsätzlich super, v.a. bei den beiden Inhabern merkt man, wie sehr ihnen ihr „Baby“ und auch die Zufriedenheit ihrer Gäste am Herz liegen. Nur leider mussten wir beim letzten Besuch sehr lange warten, bis wir ein zweites Heißgetränk bestellen konnten, das dann jedoch löblicherweise innerhalb von 2 Minuten am Tisch stand.

Der monatliche Brunch findet übrigens immer von 10.00 bis 15.00 Uhr statt, Reservierungen werden für 10.00 und 12.00 Uhr angenommen.

Fazit

Ein Highlight für VeganerInnen, VegetarierInnen und Experimentierfreudige. Tolles Konzept, gute Qualität – aber eben nur einmal im Monat ;).

Quick Facts

coffee

Dauer, bis der 1. Roiboostee serviert wurde: 5 Minuten 10 Sekunden

info

Brunch jeden 1. Sonntag im Monat, rechtzeitige Reservierung aufgrund des begrenzten Platzangebots, Terrasse, kleines Regal mit regionalen Produkten zum Mitnehmen (Honig, Fruchtaufstriche, Gelees, Sirupe), Kinderhochstuhl, Wickelmöglichkeit in Planung

allergie

Sojamilch, Sojajoghurt, pflanzliche Butter, koffeinfreier Kaffee

Bewertung

Preis/Leistung: vollvollvollvollvollvoll
Service: vollvollvollvollvollleer
Qualität: vollvollvollvollvollleer
Auswahl: vollvollvollvollvollvoll
Ambiente: vollvollvollvollvollvoll

Infos

Bargeldlos zahlen: Bankomat- und Kreditkarte
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 12.00 bis 15.00 Uhr und von 17.30 bis 22.00 Uhr; jeden ersten Sonntag im Monat von 10.00 bis 14.00 Uhr (Brunch)
Erreichbarkeit: Obus-Linien 5, 20, 25 (Haltestelle Petersbrunnstraße) oder 3, 6, 7, 8, 10, 28 sowie Postbus 170 und 270 (Haltestelle Justizgebäude)

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