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location Graz

Kunsthauscafé

Seit etwas mehr als zwei Monaten befindet sich direkt neben dem Kunsthaus, übergehend in den Kunsthausshop, das Kunsthauscafé. Fast direkt am Murradweg, wenige Schritte von der Murbrücke und fünf Gehminuten vom Hauptplatz entfernt, liegt es optimal für alle Straßenbahn- und Radfahrer ;). An einem sonnigen Tag kann man draußen auf kleinen Tischen oder mit Polster gezierten Treppen Frühstück von 9.00 bis 16.00 Uhr genießen, an weniger schönen Tagen auch innen, in hippem Ambiente.

Die Frühstückskarte bietet alles, was das Herz begehrt: so kann man unter anderem zwischen dem „Guggenheim“ (Bagel mit Erdäpfelmayo & Schmorzwiebel, Roastbeef, Grünzeug, Dill, Ei im Glas, Marmelade, Nougatcreme, Honig, Kuhmilchbutter) um € 8,50, dem „Modern Art“ (Bacon, Würstchen, Hash Browns: Reibekartoffel, Spiegelei, Hollandaise, Kräuter, Himbeer-Cheesecake, Vanillespuma) um € 11,50 oder French Toast mit Zwetschkenröster von Oma Theresia und Vanilleschaum um € 5,50 wählen. Getränke gibt es auch allerlei, und das nicht nur in der 08/15-Variante: Von den klassischen Heißgetränken (zB. Cappuccino um € 2,60) über Fritz-Kola bis hin zu hausgemachtem Eistee um € 2,90 und frisch gepressten Bio-Smoothies (zB. Apfel / Karotte / Minze / Radieschengrün) um € 4,90. Wasser (angereichert mit Zironenscheiben, Kräutern etc.) kann man sich jederzeit in der Free Water Area selbst holen.

Obst und Gemüse werden laut Information auf der Karte von heimischen Bauernbetrieben bezogen, genauso wie Eier, Milch, Joghurt und Topfen. Leider gibt es bei der Qualität massiven Abzug, da – wie wir leider erst nach dem Frühstück erfahren haben – die als „glücklich“ angepriesenen Hendl in Bodenhaltung leben müssen :-(. Marmeladen gibt es hausgemacht von Oma Renate (kleine Anmerkung: hätte ich nicht gelesen, dass sie hausgemacht ist, wäre ich davon ausgegangen, dass es eine billige, wie man sie im Supermarkt findet, ist – die Konsistenz leider viel zu fest und für meinen Geschmack zu süß).

Wir haben uns für das „del Prado“ (Streichhummus, Artischocken, Peperonata, Pilze, Sojajoghurt mit Agavensirup, Nüsse, Früchte, Marmelade, Honig, Nougatcreme) und das „Gebrannte Bio Brot“ mit Cream Cheese, pochiertem Ei, Buchenholzlachs und Kräutern entschieden. Weiters haben wir noch zwei frisch gepresste Smoothies (die zwar auf der Karte als Saft gekennzeichnet waren, aber von der Konsistenz eher an Smoothies erinnerten), einen Cappuccino und einen hausgemachten Eistee bestellt.

Wirft man einen Blick ins Lokal, entdeckt man eine Vitrine, in der auch allerlei Abgefülltes (Marmeladen etc.) käuflich zu erwerben ist.

Die Tatsache, dass das Frühstück nach bereits fünf bis sieben Minuten serviert wurde, hat uns sehr überrascht und wir waren absolut begeistert vom Food Styling des Küchenchefs – es sah alles traumhaft aus, und schmeckte auch so. Auch die Säfte haben uns beim ersten Besuch überzeugt, beim zweiten Besuch waren wir dann nicht mehr so begeistert, sie schmeckten sauer und wässrig. Auf unseren Cappuccino mussten wir leider fast ganze 11 Minuten warten, und als das beim Zahlen auch nicht viel anders war, mussten wir leider feststellen, dass der Kellner mehr Hipster als Kellner ist ;-). Auch als wir die Kellnerin gefragt haben, was im Eistee (der wirklich ausgezeichnet geschmeckt hat), drinnen ist, konnte sie uns es nicht genau sagen. Leider hat sie uns auch nicht angeboten nachzufragen, so dass wir uns selbst bei der Bar erkundigen mussten. Die Servicemitarbeiter sind insgesamt zwar freundlich, aber nicht sehr bemüht.

Was uns gefallen hat: Das Gebäck wird in Papiertüten serviert. Nachdem es ja zum guten Ton gehört, Essen nicht stehen zu lassen, wir aber das Brot nicht aufessen konnten, hat die Servicemitarbeiterin vorgeschlagen, das Brot einfach in der Papiertüte mitzunehmen. Gefällt uns!

Fazit

Trotz Abzug bei Qualität und Service ein Must-Try in der Grazer Frühstücksszene.

Quick Facts

coffee

Dauer, bis die 1. Melange serviert wurde: 10 Minuten 52 Sekunden

info

Kostenloses WLAN, Schanigarten

Bewertung

Preis/Leistung: vollvollvollvollvollleer
Service: vollvollvollleerleerleer
Qualität: vollvollvollvollleerleer
Auswahl: vollvollvollvollvollleer
Ambiente: vollvollvollvollvollleer

Infos

Bargeldlos zahlen: Bankomat, Kreditkarten
Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag von 09:00 bis 23:00 Uhr, Freitag bis Samstag von 09:00 bis 01:00 Uhr
Erreichbarkeit: Straßenbahnlinie 1,3,6 und 7 (Südtirolerplatz/Kusnthaus)

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Alle Informationen wie Preise, Öffnungszeiten etc. sind ohne Gewähr. Änderungen durch die Lokale vorbehalten.

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4 Kommentare zu "Kunsthauscafé"

Manuel sagt:

Lieber Christopher,

Ich kann deine Ansicht gerade als Gastronom nicht wirklich verstehen.
Warum kann man beim Personal keine bessere Auswahl treffen und den qualifizierteren auch mehr bezahlen? Beim Personal ist es halt oft so, man bezahlt was man bekommt und bei den aktuellen Löhnen ist klar, dass die Qualität dann darunter leidet.
Dabei finde ich, dass gerade in der Gastronomie die gesamte Wirtschaftsleistung nur vom Personal abhängig ist. Wenn beim Essen mal was passiert oder daneben geht, kann das eine freundliche und kompetente Servicekraft locker abfedern, so dass keine negativen Gefühle übrigbleiben. Umgekehrt funktioniert das aber nicht.
Eine gute Servicekraft idt ihr Geld wert und spielt es vielfach wieder rein.
Und das Geld dafür muss da sein, wenn man bedenkt wie teuer mittlerweile Lebensmittel im Gastrobereich sind. 3,6€ für einen Latte oder 12 € für Burger mit Side Dish, Prost Mahlzeit.

Heißt nicht, dass ich das nicht bereit bin zu bezahlen, aber dann muss das Service halt stimmen.

Und nun zum Kunsthauscafe, tja, also ich mag den Style, ich mag das Essen, aber der Service ist tatsächlich einfach schlecht. Die Mitarbeiter haben kein System, sind angelernt, kennen die eigenen Produkte teils nicht, man wartet Ewigkeiten auf die Bedienung und noch länger auf die Getränke… Usw.

Nur ich mache den Mitarbeitern keinen Vorwurf. Mein Vorwurf gilt der Leitung. Diese Probleme oder Mängel sind rein auf das Führungsverhalten zurückzuführen. Mitarbeiterauswahl, -schulung, -entwicklung usw. sind hier die Themen.

Wenn ich erfahre, dass die MA nicht mal eine Mahlzeit inkludiert haben, frage ich mich, wie sie mich bei der Karte sauber beraten können? Und von angelernten Mitarbeitern zu erwarten, dass sie sich selbst ein System ausschnapsen, ist mMn. sich vor Verantwortung zu drücken.

Also mein Fazit: Service ist in der Gastro unumgänglich. Und bitte bewertet das Service weiterhin. Bitte macht nur die Unterscheidung bei der Bewertung ob Einzelpersonen oder das System bewertet wird, das gutes Service ermöglicht oder gar verunmöglicht.

Christian sagt:

Ein großes Manko und völlig unverständlich ist die Tatsache das man zum Espresso kein Wasser serviert bekommt. Auch bei freundlichem Nachfragen weigert sich das Personal und verweist auf die vorhandene Wasserbar, wo das Wasser ja eh gratis wäre. Ganz besonders ärgerlich ist das, wenn man alleine ist, draussen sitzt und seinen Popo nicht heben kann, weil der Platz beim Verlassen dann sofort von einer anderen Person besetzt wäre. Ich hätte natürlich auch eine Cola bestellen können, die wäre serviert worden, passt halt nur leider nicht so ganz zum Espresso. Als leidenschaftlicher Espressogenießer ist das ein Erlebnis, das mir das Café ziemlich madig gemacht hat und eine Wiederholungsgefahr bis auf Weiteres ausschließt.

Nora sagt:

Lieber Vorkommentator: Wenn man den Bericht genauer liest, erfährt man, dass das Kunsthauscafe anscheinend zweimal getestet wurde ;)

Christopher sagt:

Ist es ein Wunder, dass heutzutage das gute Service so gut wie überall ausgestorben ist?

Matura bzw Bachelor sind mittlerweile schon zum Standard geworden! Wer sich jedoch trotzdem für eine Lehre entscheidet, wird mit Sicherheit nicht des Geldes wegen in die Gastronomie gehen. Angefangen von den ungünstigsten Arbeitszeiten bis hin zur hohen Frustrationsgrenze die man benötigt, lädt nicht wirklich viel dazu ein, in diese Branche zu gehen.

Niemand will bzw kann für gutes Service mehr bezahlen (Damit meine ich die Arbeitgeber), denn die Fachkräfte sind sehr sehr knapp, und auch angelernte Arbeitskräfte (wie es scheinbar in dem Fall vorgekommen ist ) bekommen nicht weniger bezahlt.

Natürlich muss bzw. sollte man stets bemüht sein, die Qualität zu halten bzw. zu bringen – aber der Hype alles und jeden zu bewerten macht nicht wirklich mehr Appetit darauf, in der Gastronomie zu arbeiten…
Mir würde es zB nie einfallen, eine Sekräterin zu bewerten, nur weil sie vlt nicht fachkundig oder unfreundlich war.

Ich finde es schon mal toll, wenn man zumindestens 2 Mal dort gewesen ist, bevor man eine Bewertung abgibt (angelehnt an den Gault Millau) aber das Speisen- Angebot sollte immer unbeeinflusst von der Servicequalität bewertet werden.

Ein weiterer Vorteil wäre natürlich auch, wenn man selbst von der Branche wäre! ;)

Lg ein Gastronom aus Leidenschaft ;)

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